Sämtliche Beiträge des Monats Oktober 2009
Intel Blogger Day: Tolle Runde mit viel Know-How
Puh, die Woche hatte es wirklich in sich. Am Montag fand in München das Medien-Barcamp Webcific statt, auf dem ich über den Journalismus 2.0 gesprochen habe. Also über Dinge, die ich hier beispielsweise tue.
Außerdem über so spannende Projekte wie das Mobiledevcamp, das morgen in einer Wochen in den heiligen Hallen Intels stattfinden wird. Dort treffen sich Software-Entwickler, die für mobile Geräte die passenden Anwendungen konzipieren und schreiben. Es wird um Linux-Themen gehen (wie Moblin), aber auch um Plattformen wie Netbooks und MIDs. Wir sind schon sehr gespannt, was es alles zu sehen und zu hören gibt.
Am Mittwoch folgte dann der erste Blogger-Day, den ich gemeinsam mit Intel veranstaltet habe. Ursprünglich hatten wir sieben Leute eingeladen, von denen dann leider vier abgesagt haben (aus zugegebenermaßen nachvollziehbaren Gründen). Es blieben also drei Blogger/Entwickler, die sich mit uns an einen Tisch setzen wollten. Und ich muss sagen: Es hat sich gelohnt. Denn sowohl die zweistündige Diskussion als auch das Abendessen im Anschluss haben verschiedene Dinge gezeigt:
- Intel ist doch nicht so steif drauf, wie wohl der ein oder andere erwartet hatte!
- Das Thema Multicore-Programmierung/Multithreading wird zwar von vielen Entwicklern ernst genommen, beschäftigen tun sie sich trotzdem nicht wirklich damit.
- Neue, funktionale Programmiersprachen wie F# könnten dabei helfen, Hemmungen vor der parallel orientierten Programmierung abzubauen.
- Das Analysetool VTune Performance Analyzer versteht sich auf das Identifizieren von Flaschenhälsen und anderen Blockaden in .NET-basiertem Code (hierzu wird es bald auf diesem Sender einen ersten Workshop geben).
- Solch ein Blogger-/Entwickler-Treffen ist eine tolle Sache und sollte unbedingt wiederholt werden. Das war zumindest die einhellige Meinung aller Anwesenden, und dazu gehörten unter anderem Klaus, Albert, Tilman und Dariusz. Schade für alle anderen, die nicht dabei sein konnten.
- Wie man es plant, in solch einer illustren Runde kommt es oft anders, als man denkt. Zumindest wurde unser Vorhaben, die Veranstaltung mit einer Einführungs- und Vorstellungsrunde einzuläuten, jäh von der unmittelbar einsetzenden Diskussion torpediert. Aber ganz ehrlich: Das war auch gut so!
Na dann also bis zum nächsten Intel-B(logger)-Day!
Happy Birthday, Software Dev Blog!
Heute ist es tatsächlich so weit: Das Software Dev Blog wird ein Jahr alt. Genauer gesagt: 366 Tage, 206 Beiträge und 3.520 abgefangene Spam-Kommentare. Das ist eine ganze Menge. Und es ist in dieser Zeit eine ganze Menge passiert.
Los ging das Bloggen für Intel am 11. August 2008, und zwar anlässlich der Spieleentwickler-Konferenz GCDC’08, die voriges Jahr noch im schönen Leipzig stattfand. Aufgrund der guten Erfahrungen und des Erfolgs vor, während und nach dieser Veranstaltung habe ich gemeinsam mit Intel das Software Dev Blog ins Leben gerufen. Die Ausrichtung war von Anfang eindeutig: Was muss ich als Software-Entwickler alles dafür tun, damit meine leistungshungrigen Anwendungen optimal auf Multicore-Prozesssoren laufen?
Dafür habe ich erst einmal die wichtigsten Tools vorgestellt, die Intel hierfür in petto hat. Namentlich sind dies Parallel Studio, VTune Performance Analyzer, Thread Checker, Intel TBB, Intel Compiler, Concurrency Checker, Thread Profiler und andere Werkzeuge. Dann kam Event Nummer 2 schon des Wegs: Microsoft Tech-Ed 2008, wo wir live gebloggt und Videos gedreht haben.
Ab Mitte Februar warf Parallel Studio dann weitere Schatten an die Wand, die ich zum Anlass nahm, mir die angekündigte Multicore-Suite genauer anzusehen. Am 27. Mai kam das Tool dann übrigens zur Welt.
Selbst Grundlagen der parallelen Programmieren kamen und kommen hier nicht zu kurz. So kann man Multithread-Konzepte kennen lernen, von fünf Multicore-Programmierregeln lernen, Programmiermethoden erforschen, mögliche Fehler umgehen, OpenMP begutachten und viele andere Dinge mehr.
Das Software Dev Blog prangert auch schon mal an, so wie die Ausbildungslücken in Sachen Multicore-Programmierung, oder loben Unis, wenn sie sich dieses Themas annehmen.
Im Laufe des zurückliegenden ersten Jahres habe ich immer wieder wichtige Menschen der Entwicklerszene zu Wort kommen lassen, so wie die Vertreter von DivX, Crytek, Nik Software, Microsoft, Cakewalk, Maxon und andere.
Natürlich begab ich mich zwischendurch einige Male auf längere und kürzere Reisen, um live von passenden Veranstaltungen zu berichten. Dazu gehörte die OOP in München (aus der sich ein .NET-Vierteiler ergab), Eurographics 2009 (auch aus München), Intel Software Conference in Salzburg, prio.powerday in München, die Exasol-Roadshow, das Gamescamp zu München, TechTalks mit Intel und Microsoft, Game Developers Conference 2009 zu Köln und kürzlich das Intel Developer Forum in San Francisco, auf dem es eine Menge Infos zu Moblin gab. Dieses Thema wird mich hier übrigens in nächster Zeit noch öfter beschäftigen.
Gefeiert wird der erste Geburtstag übrigens auf dem morgigen Intel (B)logger Day, der in … genau, München stattfindet. Happy Birthday, Blog!
Parallel-Wissen auf der ADC 2009
Nächste Woche findet am 7. und 8. Oktober in Bonn die Advanced Developers Conference 2009 statt. Wie es sich für fortgeschrittene Entwickler gehört, nimmt das Thema Parallelprogrammierung einen wichtigen Stellenwert ein. Daher folgt an dieser Stelle eine Zusammenfassung der geplanten “Parallel-Sessions”:
- Der freiberufliche Journalist Andreas Heil beschäftigt sich während seiner Opening Keynote-Session mit den Themen Parallelisierung, Nebenläufigkeiten und den damit verbundenen Unterthemen “große Datenmengen” und “komplexe Berechnungen”.
- Siemens-Mann Michael Stal referiert über Microsoft Axum, eine agentenbasierte Koordinationssprache, mit deren Hilfe Softwaresysteme in .NET parallelisiert werden können. Im Gegensatz zu systemnahen Ansätzen wie PLINQ oder der Task Parallel Library unterstützt Axum dedizierte Architektur- und Komponenten-Designs und lässt sich prima mit weiteren .NET-Sprachen mischen.
- Ralph Westphal bringt den anwesenden Entwicklern und Softwarearchitekten die Concurrency Coordination Runtime des künftigen .NET-Frameworks ein gutes Stück näher. Dabei geht es um die Serviceorientierung im Kleinen: Nachrichten- und Datenflüsse sollen eine skalierbare Parallelität deutlich einfacher machen als bisher.
- Bernd Marquardt stellt in seinem 90-minütigen Vortrag die Parallel-Features der Programmiersprache C++ vor, die Microsoft in Form der Parallel Pattern Library (PPL) zur Verfügung stellt. Hierbei handelt es sich um einfache Konstruktionen, die Schleifen und Code-Bereiche parallelisieren sollen. Dies ist durchaus vergleichbar mit den Intel Threading Building Blocks.
- Und natürlich geht es in diversen Tracks um Microsoft Visual Studio 2010, das ab nächsten Jahr auf Basis des .NET-Frameworks 4 eine ganze Menge zum Thema Parallelprogrammierung beitragen wird.


