Windows Store öffnet für Unternehmen und deren kostenpflichtige Metro Style-Apps

Gestern Abend nach deutscher Zeit hat Microsoft den Windows Store für Unternehmen aus dem Bereich Software-Entwicklung geöffnet, wie die Seite Windows Store for developers bekannt gegeben hat. App-Entwickler sollen sich nach den Wünschen Microsofts schnellstmöglich registrieren, um ihre kostenpflichtigen Anwendungen rechtzeitig zum offiziellen Start präsentieren zu können. Denn die Anmeldung umfasst auch einen Qualifizierungsprozess, in dessen Zug Microsoft die Bewerber prüft, um Spammer und Malware-Schleudern auszusortieren.

Noch müssen sich die Entwickler allerdings mit dem Upload ihrer Apps gedulden. Denn das gelingt nicht mit der Preview, sondern nur mit der Release to Manufacturing (RTM)-Version. Diese wurde zwar gestern ausgeliefert – aber nur an die Hardware-Partner. Ab 15. August kommen auch MSDN- und TechNet-Abonnenten in den Genuss der ersten, finalen Fassung und damit wohl das Gros der deutschen und internationalen Windows 8-Entwickler. Zwischen Ende August und Anfang September folgen dann die Microsoft Action Pack Providers (MAPS) und die Microsoft Volumen-Lizenz-Kunden ohne Software Assurance. Endkunden werden, wie mehrfach berichtet, das System ab 26. Oktober erwerben können. Wann selbständige Entwickler Zugriff auf den App Store haben werden, ist demgegenüber noch nicht bekannt.

Der Store wurde auch optisch aufgefrischt – hierzu hat Microsoft das Feedback der „Beta-Tester“ in das Re-Design einfließen lassen. Außerdem wurde die Zahl der Länder und Sprachen erhöht, aus denen Apps eingestellt werden können. 54 neue Nationen seien dazukommen, so Microsoft.

Wer seine App pünktlich zum 15. August einstellen und anderthalb Monate später monetisieren will, sollte sich vorab die Seite Making money with your apps through the Windows Storegenauer anschauen. Dort werden die unterschiedliche Bezahl-Verfahren wie beispielsweise In-app purchases oder die Möglichkeit von Werbung explizit erläutert.
Klar ist schon jetzt, dass sich Microsoft rund 30 Prozent der Verkaufserlöse sichern will. Wer mehr als 25.000 US-Dollar mit dem Abverkauf seiner App kassiert, senkt die Abgabe auf 20 Prozent.

Zudem weist Microsoft darauf hin dass, die Windows 8 app certification requirements, also die Voraussetzungen, die Metro-Apps erfüllen müssen, noch nicht abgeschlossen sind. Hier könnten auf den letzten Drücker noch ein paar Ergänzungen erfolgen – gemäß den Erfahrungen, die Microsoft mit den ersten Eingängen macht.

Author: Florian Kessler

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