Kampf der Betriebssysteme

Windows 10 ist das aktuellste Betriebssystem des amerikanischen Soft- und Hardwareherstellers Microsoft Corporation. Seit der Veröffentlichung am 29.07.2015 ist die Anzahl der Nutzer auf 600 Millionen Menschen gestiegen (Stand: Dezember 2017).

Obwohl diese Zahl sehr beeindruckend ist, liegt der Marktanteil des Systems mit circa 35% immer noch knapp hinter dem des 2009 erschienenen Windows 7.

Der Vorgänger der aktuellen Software, Windows 8.1, fand weniger Anklang bei den Usern und verzeichnet im Juni 2018 nur einen ungefähren Anteil von 5%.

Microsoft strebt seit der Veröffentlichung an, mit ihrem neusten Betriebssystem die Vorgänger, insbesondere Windows 7 und 8.1, möglichst flächendeckend zu ersetzen. Bislang erweist sich der Prozess jedoch als langwierig.

Während dieser Bemühungen wurde dem Unternehmen mehrfach vorgeworfen, den Erfolg der Software durch automatische Installierungen und aufdringliche Werbemaßnahmen auf den anderen Systemen zu erzwingen.

Doch warum weigern sich überhaupt so viele Nutzer vehement gegen den Download des aktuellen Systems? Handelt es sich lediglich um Gewohnheitsmenschen oder fällt Windows 10 wirklich im qualitativen Vergleich mit Windows 7 weit zurück? Auf welche Software sollte ein neuer Nutzer am besten zurückgreifen?

Diesen Fragen und der Aufführung nützlicher Programme für Windows 10 widmet sich der folgende Artikel.

https://pixabay.com/de/post-it-stift-windows-tisch-3658038/

Was bietet Windows 10 für Verbesserungen?

Da sowohl die Mängel des Vorgängers Windows 8.1 behoben, als auch die Vorteile von Windows 7 übernommen wurden, stellt Windows 10 derzeit den führenden Leistungsstandard der existenten Betriebssysteme dar.

Lediglich Nutzern, welche auf eine regelmäßige Benutzung älterer Soft- und Hardware angewiesen sind, könnte das weitere Verwenden von Windows 7 empfohlen werden, da es zu Kompatibilitätsproblemen mit dem aktuellen System kommen kann. In den meisten Fällen gibt es aber zahlreiche Alternativen zu den ohnehin veralteten Anwendungen.

Windows 10 überzeugt sowohl durch viele kleinere Features, als auch durch erhebliche Vorteile bezüglich der Sicherheitseinstellungen und der Geschwindigkeit des Betriebssystems.

Eine der weniger gravierenden, aber durchaus praktischen Verbesserungen ist die „virtuelle Desktop“-Funktion, welche es dem Nutzer ermöglicht, parallel mehrere Desktops mit verschiedenen Anwendungen zu öffnen. Dieser Umstand sorgt für eine strukturiertere Arbeitsweise und selteneres Durchforsten zahlreicher Tabs. Es können berufliche und private Applikationen klar getrennt werden, sodass jegliche Ablenkungen oder Verwechslungen auszuschließen sind.

Weitere Features wie die Sprachassistentin Cortana, ein neuer Webbrowser namens Microsoft Edge oder eine einfachere Handhabung der Apps sollen dem Nutzer der Software das Leben erleichtern.

 

Erhöhtes Risiko für Windows 7 Nutzer

Derzeit bezieht Windows 7 seine Upgrades ausschließlich über den sogenannten Extended Support. Das bedeutet, dass nur wichtige Sicherheitsaktualisierungen auf der Software durchgeführt werden. Von allen anderen Erweiterungen wie neuen Funktionen und Anpassungen wird das Betriebssystem ausgenommen. Folgerichtig werden auch viele neue Softwares nicht mehr vom Betriebssystem unterstützt.

Am 14.01.2020 hat Microsoft das endgültige Supportende für Windows 7 angekündigt. Ab diesem Zeitpunkt ist die Sicherheit des Systems nicht mehr gewährleistet und der Befall durch Schadprogramme wird durch erhebliche Sicherheitslücken vereinfacht.

Spätestens dann sollte der Widerstand gegen Windows 10 sich einem Ende neigen, da Windows 7 fortan nur noch offline genutzt werden sollte.

 

Nützliche Programme für Windows 10

Mit dem alleinigen Herunterladen des Systems ist es selbst bei der neusten Betriebssoftware nicht getan. Es fehlen einige wichtige Programme, bevor ein effektiv nutzbarer digitaler Arbeitsplatz entstanden ist. Insbesondere Anwendungen von Microsofts Konkurrenzanbietern sind aus naheliegenden Gründen nicht vorinstalliert.

Die auf der Software vorinstallierten Internet Browser Microsoft Edge und das Urgestein, der Internet Explorer, können durch Google Chrome oder Mozilla Firefox ersetzt werden. Beide gewährleisten hohe Sicherheit, leichte Bedienung und schnelle Ausführung der Befehle. Zudem sind sie kostenlos und reagieren jeweils auf zahlreiche Plugins, welche das Surferlebnis individuell und nach eigenen Vorstellungen gestalten lassen.

Obwohl ein Virenscanner zu der Grundausstattung eines jeden Windowsgerätes gehört, ist es ratsam, die Sicherheit der eigenen Software durch einige Tools zu erweitern.

Hierbei empfehlen sich vor allem Programme wie Avira Free Antivirus und KeePass Password Safe. Ersteres ist ein kostenloser Virenscanner, welcher in Echtzeit sämtliche Daten überprüft. Somit wird das versehentliche Herunterladen von Viren und Trojanern vermieden, welche der Software erheblich schaden können.

KeePass Password Safe ist ein Open-Source-Tool, welches die Passwörter verschiedener Zwecke verwaltet und verschlüsselt. Dies ist vor allem hilfreich, da heutzutage auf allen möglichen Plattformen Passwörter angefordert werden und diese sich im Optimalfall möglichst untereinander unterscheiden sollten.

 

 

Author: Florian Kessler

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *