Es soll Leute geben, die gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2013 dreimal so viele Notebooks mit integriertem Grafikchipsatz wie mit diskreter Grafikkarte verkauft werden. Diese Grafikchips sind zwar leistungsschwächer als Highend-Grafikkarten von Nvidia und Konsorten, bringen aber genug 3D-Power und sind darüber hinaus sehr akkuschonend.
Und was hat das alles mit Software-Entwicklung zu tun? Nun, für Spieleentwickler ergibt sich daraus ein wichtiger Aspekt: Wie kann ich dafür sorgen, dass meine Spiele auf den verschiedenen Plattformen gleichermaßen gut laufen, also auf diskreten Grafikkarten genauso wie auf integrierten Grafikchips. Und genau an diesem Punkt kommt Graphics Performance Analyzers von Intel zum Einsatz. Mit dieser Toolsuite können Spieleprogrammierer recht schnell und unkompliziert herausfinden, an welchen Schrauben sie drehen müssen, um ihre Spieletitel für sämtliche Computerplattformen zu optimieren.
Graphics Performance Analyzers (GPA) umfasst drei Einzeltools: den System Analyzer, das Frame Capture Tool und den Frame Analyzer. Damit lassen sich verborgene Bottlenecks und andere Hemmschuhe aufspüren, die das Spiel davon abhalten, auf einem Notebook mit integrierter Grafikkarte vernünftig zu laufen. Toll an GPA ist die Tatsache, dass die Analyse auf einem separaten System läuft, während sich das zu untersuchende Spiel auf einem eigenen Laptop befindet. Beide Rechner werden mit einem Netzwerkkabel verbunden und tauschen auf diesem Weg die notwendigen Daten aus.
Derzeit unterstützt GPA lediglich die Intel-G45- und Mobile-Intel-GM45-Express-Chipsatz-Familien und untersucht nur DirectX-basierte Spiele. Aber wie man Intel kennt, werden wohl weitere Chipsätze in Zukunft folgen.
An die Toolsuite kommt man auf zwei Wegen heran: Entweder registriert man sich für das kostenlose Visual Adrenaline Program, das vom Intel Software Network betrieben wird. Oder man begibt sich in den Onlineshop Intel Business Exchange und kauft die Tools für rund 300 US-Dollar.
Video-Tipp: In einem Video-Interview live von der GDC’09 in San Francisco beantwortet Aaron Davies von Intel zahlreiche GPA-Fragen.