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Apple Mac OS X 10.6 mit hohem Multicore-Potenzial
John Hubbard scheint ein ziemlich kluger Kopf zu sein. Denn erstens beschäftigt er sich bei Apple als Director of Unix Technologies mit sehr komplexen und ernsthaften Dingen. Und zweitens hat er Mitte November auf einer Konferenz in San Diego bemerkenswerte Dinge über Intel und Multicore gesagt. Beispiele gefällig?
Forget everything you thought you knew about multi-threaded programming (and, as it turns out, most developers didn’t know much anyway).
The kernel is the only one who really knows the right mix of cores and power states to use at any given time – this can’t be a pure app-driven decision.
We need new APIs and mechanisms for dealing with this incoming meteor.
Wie gut, dass sich Intel über Letzteres bereits Gedanken macht und Tools wie Intel TBB und Intel Parallel Studio bietet, mit deren Hilfe die Multicore-Programmierung deutlich erleichtert werden kann.
Weniger schlau während seines Vortrags war allerdings die Folie Nummer 5, auf der er (ganz inoffiziell natürlich) den Erscheinungszeitraum der nächsten OS-X-Version 10.6 aka Snow Leopard bekannt gegeben hat, nämlich das erste Quartal 2009. Anfang Juni während der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC’08 war noch von ungefähr einem Jahr die Rede, bis Mac OS X 10.6 in die Läden kommt. Tja, dumm gelaufen!
Und was hat das alles mit Multicore-Programmierung zu tun? Nun, in der nächsten Version des Apple-Betriebssystems wird ganz viel Multicore-Unterstützung stecken. Leider gibt Apple noch nichts Konkretes raus (und John leider auch nicht), aber einige grundsätzliche Dinge sind heute schon klar:
Die Multicore-Technik in Snow Leopard trägt den Codenamen „Grand Central“ und soll laut Apple den Umgang mit Multicore-Systemen erheblich erleichtern. Das soll sowohl die Software-Entwickler betreffen als auch die Anwendungen und deren Ausführung. Es geht also um die Zuordnung von Tasks auf vorhandene Prozessorkerne und eine verbesserte Multicore-Programmierung unter Mac OS X 10.6. Das ist so überraschend nicht, schließlich weiß Apple seit vielen Jahren ganz genau, wie man Software und Hardware optimal aufeinander abstimmt.
Übrigens: Auch John Hubbards Chef, Mister Steve Jobs, kann gelegentlich nicht ganz so schlaue Dinge sagen. In einem Interview mit dem Bits Blog der News York Times sprach er nämlich folgenden Satz:
The way the processor industry is going is to add more and more cores, but nobody knows how to program those things. I mean, two,, [processor cores], yeah; four, not really; eight, forget it!
So, so, niemand weiß, wie man Software für vier, acht oder mehr Prozessorkerne programmiert. Na, Steve, frag mal bei Intel und seinen Partnern nach, wie das geht …
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