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Buchrezension: Parallelprogrammierung unter dotNET
Das Thema Paralllel Computing beschäftigt mich hier auf diesem Blog schon seit mehr als einem Jahr. Und so kurz vor Weihnachten hab ich die perfekte Geschenkempfehlung für alle dotNET-Entwickler, die sich selbst oder andere in Form eines Buches eine Freude machen wollen.
Sein Titel (also der des Buches): “Parallel Computing in .NET”. Sein Autor: Marc André Zhou. Sein Umfang: rund 360 Seiten. Seine ISBN: 978-3-86802-038-0. Seine Mission: Wie mache ich dotNET-Entwicklern klar, dass sie von der sequentiellen Programmierung umsteigen sollten auf die parallele. So gesehen finde ich den Titel ein wenig unglücklich gewählt, wenngleich es in dem Buch natürlich auch um Parallel Computing geht. Doch zuvorderst sollen die Leser dieses gedruckten Leitfadens etwas über Multithreaden und Co. lernen.
Und hierfür hat der Autor wirklich sehr viel an Informationen zusammengetragen. Das beginnt mit einer kleinen Aufklärungsrunde in Sachen Parallel Computing (sic!), die sogar die parallelen Programmiermodelle betrachtet. Anschließend wird es ein wenig theoretisch, indem Zhou so Dinge wie das Amdahlsche und das Gustafson-Gesetz betrachtet. Das hilft auf jeden Fall für ein grundsätzliches Verständnis, wann die Parallelprogrammierung sinnvoll ist – und wann nicht.
Nach weiteren allgemeinen Informationen rund um die Regeln des Parallel Computing, aber auch des Projektmanagement und den Modellierungsmöglichkeiten geht es dann nahtlos über in das Basiswissen rund um Threads unter .NET. Dies ist jedoch schon wieder fast veraltet, denn mit der Einführung von .NET 4.0 wird kein Mensch mehr von .NET-Threads und deren manuellem Erstellen reden.
Dies weiß aber auch der Autor, und so betrachtet er natürlich auch die kommenden Techniken und Tools wie die CLR-Threadpools, die Task Parallel Library, PLINQ, Parallel Computing/Programming mithilfe von Visual Studio 2010 und die Concurrency and Coordination Runtime im Detail. Und den Abschluss des Buches bildet eine genauere Betrachtung möglicher zukünftiger Programmiermodelle: Axum und Software Transaction Memory.
Fazit: “Parallel Computing in .NET” ist sicherlich eine gute Quelle für alle, die mehr wissen wollen zum Thema Parallelprogrammierung mithilfe des .NET-Frameworks. Es zeigt anschaulich und sehr detailliert, wohin die Reise gehen wird und was künftige Parallelprogrammierer erwartet, vor allem mit .NET 4.0. Anhand geeigneter Codebeispiele werden wohl selbst unerfahrene Multithread-Entwickler einen Zugang zu diesem nicht ganz trivialen Thema finden. Und für alle, die mehr wissen wollen zu diesem Buch, gibt es auf der zugehörigen Webseite die passenden Infos.
Surftipp: Falls ihr euch für die Quellcodebeispiele des Buches interessiert, solltet ihr mal auf diesen Link klicken.
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