Vorheriger Beitrag: GDCE 2010: Erster Tag mit Intel GPA, Netbook-Games und Havok Physics-Engine
Das war die GDCE 2010: Videointerviews und mehr, Teil 1
Letzte Woche war ich ja auf der Game Developers Conference Europe, und daher ist es jetzt an der Zeit, eine große Rückschau zu halten. Das geschieht in drei Teilen, damit ihr euch das Ganze Stück für Stück einverleiben könnt. Viel Spaß beim Angucken der Videos, die wir an den drei Tagen in Köln gedreht, geschnitten und online gestellt haben.
Am ersten Tag ging es gleich mal sehr animationsmäßig los und wir hatten die Gelegenheit, uns die Havok Physics Engine näher anzusehen, mit deren Hilfe Spieleentwickler recht einfach und schnell bestimmte Effekte in ihre Games einbauen können. Dazu gehören Dinge wie Deformationen, berstende Gegenstände, etc. Und auch vollanimierte Kleidungsstücke lassen sich mit Havok generieren, ohne dass der Entwickler genau wissen muss, wie das funktioniert. Dass es funktioniert, belegen die zugehörigen Videos sehr gut.
Das Thema Spiele beschäftige uns natürlich weiterhin (sic!). So konnten wir mit Jerome Muffat-Meridol von Intel über seine Techsession reden, in der es um das Thema Multithreading von 3D-Spielen mithilfe von DirectX 11 ging. Dabei zeigte er anhand der so gennanten Nulstein-Demo, dass sich Spiele sehr gut parallelisieren lassen, wenn man den richtigen Taskscheduler und DirectX 11 für die einzelnen Phasen beim Erzeugen von 3D-Bildern dazu einsetzt, das ganze System so gut wie möglich zu parallelisieren. Und das skaliert dann problemlos auf 12 Threads, ohne dass der Entwickler große Dinge vollführen muss.
Weiter ging’s dann mit einem ganz anderen Thema, das auf dem IT-techBlog sehr viel besser aufgehoben wäre: Netbook-Games. Hierzu zerrten wir Leigh Davies vor die Kamera, um ihm drei schlaue Fragen zu stellen. Dabei kam heraus, dass Leigh in seiner Session etwas darüber verraten hatte, wie sich Spiele für Netbooks verkaufen lassen und wie man Netbook-Games für die GPU und CPU optimieren kann.
Natürlich durfe auch der Hinweis nicht fehlen, dass sich Netbooks weiterhin gut verkaufen und dass Intel bis zum Jahr 2013 mit zirka 140 Millionen verkauften Mininotebooks rechnet. Es ging außerdem auch um technische Aspekte wie die eingeschränkte Auflösung (1024*600) und die daraus resultierenden Konsequenzen. So rät Leigh zum Einsatz von Icons statt Text. Darüber hinaus sollte man sich als Spieleentwickler klar machen, dass ein Netbook wegen der guten bis sehr guten Akkulaufzeiten und des geringen Gewichts in höchstem Maße mobil ist. Auch das gilt es beim Gamedesign zu berücksichtigen.
Aber nicht nur Spiele für tragbare Computer standen bei Intel auf de GDCE 2010 auf dem Programm. Auch die neuesten Version des Analysetools Intel Graphics Performance Analyzers wurde vorstellt, und hierum kümmerte sich Steve Hughes von Intel, der uns ein bisschen was über die neuen Features von Intel GPA 3.0 erzählte, wie man damit Flaschenhälse und andere Verklemmungen in 3D-Spielen findet und wie Entwickler die Toolsuite optimal für ihre Zwecke einsetzen können. Besonders begeistert zeigte er sich von der neuen Platform View, die systemübergreifend zeigt, wie gut ein Spiel auf einer Multicore-Maschine skaliert.
So, das war`s erstmal, Teil 2 und Teil 3 folgen morgen. Darin wird es um die nächste Version von Intel GPA gehen, um das Parallelisieren von Spielen mithilfe der Intel TBB, um einen selbstgezimmerten Taskscheduler mit Taskstealing und um eine Live-Demo, die anhand von drei Teilen genau zeigt, wie sich Intel GPA einsetzen lässt.



Kommentare
Keine Kommentare vorhanden.