Fazit: Intel Software-Konferenz 2010

veröffentlicht von am 15. April 2010

Die Intel Software-Konferenz 2010 zu Barcelona ist schon wieder Geschichte. Zeit also für ein kurzes Resümee der Veranstaltung, die ganz im Zeichen der Parallelprogrammierung stand, aber auch für Software-Entwickler mobiler Anwendungen einiges zu bieten hatte.

James Reinders in seiner Funktion als Chef-Entwickler bei Intel erzählte in seinen Vorträgen eine Menge über Parallel Studio und über geplante Projekte, die im Laufe der nächsten Monate realisiert werden. Aber auch Peter Norfolk von Bloor Research hatte das ein oder andere zu dem Thema zu sagen (mein Lieblingsspruch: “A fool with a tool is still a fool!”). Norfolk verwies in seiner Präsentation unter anderem auf den (bekannten) Effekt, dass bei der Anschaffung neuer (Multicore-)Systeme die vorhandene Software meist nicht skaliert und im Vergleich zur vorherigen Installation sogar schlechter laufen könnte. Und das macht natürlich niemandem Spaß.

Vor allem nicht im Business-Umfeld, auf das sich Norfolk bezog. Aber selbst wenn die Software an die neuen Multicore-Maschinen angepasst wurde (Stichwort: Multithreading), ergeben sich laut Norfolk möglicherweise auch Verstimmungen, wenn das Optimieren der Anwendungen nicht richtig geschehen ist (was beim Multithreaden durchaus vorkommt). Genauso wichtig wie das Parallelisieren von Business-Software ist laut Peter Norfolk aber auch das Parallelisieren der Geschäftsprozesse, damit sich diese auch auf die entsprechenden Algorithmen abbilden lassen. Das ist speziell im Business-Umfeld von entscheidender Bedeutung.

Eine weitere wichtige Erkenntnis der Intel Software-Konferenz 2010 lautet: Intel treibt die Software-Gemeinde weiter an und hilft ihr, Probleme besser und besser zu lösen. Das schafft der Prozessorhersteller einerseits mithilfe ständig verbesserter und neuer Tools, die beispielsweise bei der Parallelprogrammierung notwendig und hilfreich sind. Aber auch Projekte wie Intel Concurrent Collections oder Intel Cluster OpenMP zeigen stets neue Wege auf, wie Software-Entwickler ihre Produkte noch effizienter und eleganter in den Markt bringen können.

Eine weitere gute Nachricht: Intel bietet für die verschiedenen Stufen der Software-Entwicklung die passenden Tools, die sich Programmierer zu eigen machen können. Denn das eine, perfekte Werkzeug für sämtliche Aufgaben gibt es laut James Reinders nicht. Schade eigentlich …

Ach ja: Für die mobilen Entwickler hatte Uli Dumschat von Intel ebenfalls eine Menge nützlicher Infos und Tipps dabei. Aber das ist eine ganze andere Geschichte, die ich hier hoffentlich sehr bald veröffentlichen werde.


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