GDC09: Warum CPUs für Spieleentwickler wichtig sind

veröffentlicht von am 18. August 2009

Auf seiner gestrigen Techsession gab es von Leigh Davies eine Menge nützliche Tipps, wie Spieleentwickler von den aktuellen und zukünftigen Prozessoren profitieren können. Wie ich ja bereits geschrieben habe, bietet vor allem der Core i7 eine ganze Menge nützlicher Features: hohe Bandbreiten, verbesserte Registerprogrammierung, Simultaneous Multithreading (ehemals Hyperthreading) und vieles mehr.

Erst einmal ging es aber um das Tic-Toc-Modell von Intel: Seit 2005 gibt es in den ungeraden Jahren eine neue Prozessorgeneration, in den geraden eine Verkleinerung derselben, da die Fertigungsprozesse ständig verbessert werden. Derzeit steht der grundlegende Wechsel von 45 zu 32 Nanometern an.

Natürlich kam in Leighs Session auch der berühmte Satz “The free lunch is over” zum Einsatz (der zwar ein wenig überstrapaziert ist, aber immer noch Gültigkeit hat). Diese von Herb Sutter geprägte Aussage bezieht sich auf die Tatsache, das seit 2005 die Taktraten nur noch unwesentlich ansteigen (dafür aber die Zahl der Prozessorkerne). Das bedeutet vor allem für Software-Entwickler, dass sie in die Programmierung neuer (oder bestehender) Anwendungen mehr Hirnschmalz stecken müssen, da sie nur noch mit Multithreading und solchen Vorgängen ihre Apps schneller machen können.

Daher lautete Tipp #1 von Leigh an die anwesende Entwicklerschar: “Beschäftigt euch so früh wie möglich mit künftigen Prozessoren!” Nur dann schaffen die Entwickler es nämlich, das Optimum aus der Hardware herauszuholen und damit die eigene Anwendung leistungsfähiger zu machen.

Dazu gehört zum Beispiel die verfügbare Anzahl von Prozessorkerne und möglichen Threads pro Core, aber auch die Evolution der registernahen SIMD-Befehle, die derzeit in der Version 4.2 auf dem Core i7 implementiert sind. Aus diesem Grund lautet Tipp #2: “Eure Kunden haben SSE, also nutzt es!”

Abschließend folgte Leighs Tipp #3, und der hat mit der Bestimmung der vorhandenen Prozessorkerne in einem PC zu tun: “Das ‘Erraten’ von CPU-Kernen ist ziemlich gefährlich, also gebt euch Mühe, diese zu berechnen!” Hierfür gibt es übrigens detaillierte Codebespiele auf intel.com.

Ja, und anschließend stand uns Leigh Davies noch für drei schlaue Fragen samt schlauer Antworten parat. Daher: Film ab!


Kategorien : Multicore,Visual Computing Tags : , , ,

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.


Beitrag kommentieren.

Sie müssen angemeldet sein um diesen Beitrag zu kommentieren. [Login | Registrieren]

(erforderlich)

(erforderlich)