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Im Detail: Intel VTune Amplifier XE 2011 fka VTune Performance Analyzer/Thread Profiler
Wer diesen Blog regelmäßig anklickt, hat sicher mitbekommen, dass ich in der vergangegen Woche auf der OOP in München war, um mir dort die eine oder andere Session zum Thema Parallelprogrammierung anzuhören – und um mit den Vortragenden das eine oder andere Interview zu führen.
Dabei ging es auch um die noch recht neue Entwicklersuite Intel Parallel Studio XE, über die ich ja hier schon am Montag ein wenig ausführlicher gebloggt habe. Für einige von Ihnen war das sicherlich noch nicht ausführlich genug, und so bekommen Sie hier weitere Details zu den einzelnen Komponenten, die im Entwicklertool von Intel stecken.
Den Anfang macht VTune Amplifier XE 2011, formerly known as VTune Performance Analyzer samt Thread Profiler. Mit VTune Amplifier XE hat Intel also zwei Tools zu einem einzigen verschmolzen, und das aus gutem Grund: denn mit dem ehemaligen Tool VTune Analyzer konnte man als Entwickler zwar recht schnell die vorhandenen Hotspots innerhalb einer Anwendungen finden, nur war die optische Aufmachung des Tools ein wenig gewöhnungsbedürftig, so dass eine Menge an Einarbeitungszeit vonnöten war, um dieses Profiwerkzeug richtig einzusetzen.
Der Thread Profiler hingegen lieferte grafisch aufbereitete Fehleranalysen Ihres Quellcodes, um unter anderem folgende Fragen zu beantworten: “Welche CPU-Ressourcen nutzt meine App kaum oder nur ungenügend?”, “Wie sieht der Verlauf meiner App aus?” und “Wo finde ich die Synchronisationsprobleme laufender Threads?” Tja, und mit dem VTune Amplifier XE 2011 bekommt man als Software-Entwickler für C, C++ und Fortran ein Tool an die Hand, mit dem sich all diese Aufgaben erledigen lassen, und das unter einer optisch ansprechenden und verständlichen Bedieneroberfläche.
Was also leistet der VTune Amplifier im Detail? Nun, hierzu gehören folgende Aufgaben:
- Mit der Hotspot-Analyse lassen sich diejenigen Codeabschnitte aufspüren, die die meiste Rechenzeit verschlingen. Und per Doppelklick auf die jeweilige Funktion landet man direkt im zugehörigen Quellcode.
- Locks und Waits lassen sich grafisch identifizieren. “Grau” bedeutet vertane CPU-Zeit, “Rot” heißt schwache Auslastung der Prozessoren, “Orange” signalisert “Alles gut”, und “Grün” sagt: “Hier sind die Wartezeiten optimal!”
- Mit der Maus lassen sich kurze Zeitabschitte definieren, die gesondert analyisert und betrachtet werden sollen. Damit können Sie beispielsweise testen, wie lange Ihre App für den Start und das Beenden braucht.
- Das Verhalten von Threads zueinander lässt sich mit dem Analysetool ebenfalls messen. Sie sehen sofort, wie gut es um die Parallelität der Threads bestellt ist.
- Mit dem prozessoreigenen Tool Performance Monitoring Unit (PMU) lassen sich in Verbindung mit VTune Amplifier hardwarenahe Infos wie Cache Misses, Clock Ticks und andere Daten auslesen und darstellen. Dabei erhalten Sie sogar Tipps, an welchen Schrauben Sie drehen können, um die Performance Ihrer Anwendungen weiter zu steigern.
Sie sehen also: Mit VTune Amplifier XE 2011 können Sie Anwendungen unter Windows und Linux auf ihre Parallelfähigkeiten hin untersuchen – und das grafisch und mit vielen nützlichen Zusatzinformationen. Und wer das Ganze in Videoform präsentiert haben möchte, dem empfehle ich einen Ausflug in das Intel Learning Lab, das regelmäßig neue Lernvideos veröffentlicht – auch zu Intel Parallel Studio XE 2011.

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