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Intel Ulm und die Linux-Debugger-Tools
Vorige Woche war ich auf Reisen. Die Destination meiner Unternehmung: Die württembergische Außenstelle der Firma Intel, die sich in Ulm befindet. Um es kurz zu machen: Sehr beeindruckend, was ich dort alles gesehen und gelernt habe. Zunächst einmal muss ich aber ein paar Dinge klarstellen, über die ich im Vorfeld berichtet hatte:
1. Der Windows-C++-Compiler für Windows CE wird in Ulm nicht mehr entwickelt und spielt seit dem Erscheinen des Atom-Prozessors auch keine große Rolle mehr. Denn selbst Embedded-Systeme setzen immer öfter auf die Netbook-CPU und ermöglichen damit den Einsatz standardisierter Betriebssysteme wie Linux und Windows mit den zugehörigen Entwicklertools.
2. Die Software-Werkzeuge, um die es bei Intel in Ulm vor allem geht, helfen Programmierern und Entwicklern, ihre Anwendungen fehlerfrei unters Volk zu bringen. Hierfür konzentrieren sich die Ulmer Kollegen auf die Debugger-Tools, die sowohl unter Windows als auch unter Linux zum Einsatz kommen. Interessant an meinem Besuch war unter anderem die Erkenntnis, dass die Parallel Debugger Extension, die sowohl im Parallel Studio als auch in der aktuellen Version des Intel-C++-Compilers stecken, “made in Ulm” sind. Na ja, auf jeden Fall zu einem großen Teil.
3. Das Intel-Büro in Ulm ist entgegen meinen ersten Erwartungen alles andere als beschaulich. Es befindet sich in einem architektonisch höchst interessanten Gebäude, das sogar über einen eigenen Teich verfügt. Auf zwei Stockwerken arbeiten 30 bis 40 Leute vorwiegend an den neuesten Debugger-Tools – auf dass künftige Software möglichst fehlerfrei läuft. Aber auch diverse Entwicklertools für den Atom-Prozessor werden in Ulm konzipiert und entwickelt.
Wie der dritte Punkt genauer aussieht und welche Tools für welche Plattform im Donaustädtchen entstehen, erfahrt ihr dann auf diesem Sender, und zwar schon morgen. Nur mal schon vorab: Es geht um einen GUI-basierten Debugger für die Linux-Gemeinde, mit dem sich sowohl seriell als auch parallel programmierte Anwendungen auf mögliche Fehler hin überprüfen lassen. Stichworte hierbei sind Data Races und Data Sharing Detection.
PS: Es gibt natürlich einen gewichtigen Grund, warum Intel Ulm so sehr auf Debugger spezialisiert ist: Anfang dieses Jahrhunderts gingen nämlich Teile des Ulmer Unternehmens CAD-UL in den Besitz von Intel über. Die CAD-UL-Spezialisten hatten sich jahrelang mit der Entwicklung von XScale-basierten Debuggern beschäftigt, die vor allem im Bereich Embedded Systeme zum Einsatz kamen.
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