Live von der GDC Euroe 2011: Philipp Gerasimov „MAXIS-mizing Darkspore game performance with Intel GPA“

veröffentlicht von am 17. August 2011

Nun zu meiner letzten Session: Unter dem Titel „MAXIS-mizing Darkspore game performance with Intel GPA“ sprach Intel-Experte Philipp Gerasimov über die Vorteile, die die Intel Graphics Performance Analyzers  beim Design aktueller Strategie- oder Shooter-Spiele bescheren. Dabei berichtete er auch über typische Bottlenecks, auf die die Entwickler des Games Darkspore während der Arbeite gestoßen sind und wie sich die Performance- und Code-Probleme lösen ließen.

 

Philipp Gerasimov während der GDC Europe 2011

Philipp Gerasimov während der GDC Europe 2011

Zunächst gab es ein Intro zu GPA 4.1, dann ein Sneak Peek von Darkspore und schließlich interessante Einblicke in die Nutzung von GPA.

GPA ist eine Tool-Sammlung, die im Wesentlichen aus drei Analyse-Funktionen besteht:

  • System Analyzer HUD (Performance-Echtzeitmessung und Aufspüren von Bottlenecks)
  • Frame Analyzer (exakte Analyse der Frames bis auf Pixel-Ebene)
  • Plattform Analyzer (Messung der Ressourcennutzung von CPU/GPU)

GPA läuft on top der Games, die es analysieren soll. Unterstützt werden übrigens alle aktuellen Windows- und DirectX-Versionen bis 11.0. GPA ist für alle neueren Intel Core- und Atom-Architekturen ausgelegt.

Neue Funktion in GPA 4.1
Der System Analyzer HUD wird über den GPA-Monitor gestartet und bietet nun verbesserte Konfigurationseinstellungen und neue Profile. Es ist nun deutlich leichter, interessante Frames „einzufangen“ und zu analysieren, beispielsweise mit What-if-Experimenten. Sie können beispielsweise so genannte Draw Calls ausschalten, um die Auswirkung auf CPU und GPU auszutesten.

Im Anschluss erzählte Philipp, auf welche Probleme die Entwickler von Darkspore gestoßen sind und wie sie die meisten Probleme bei Rendering-und Raytracing-Aufgaben lösen konnten.

GPA im Einsatz
Eine erste Analyse mit GPA ergab ein Overall-Optimierungspotenzial von 30 Prozent. Das bedeutet, mit entsprechenden Code-Optimierungen sind bis zu 30 Prozent mehr Performance bei der Berechnung von Bildern möglich.
Vor allem ging es darum, an „unwichtigen Stellen“ die Detailgenauigkeit der Objekte geschickt zu reduzieren, ohne dass die Qualität darunter leidet. So hatte beispielsweise die Visualisierung von Blutspritzern deutlich mehr Pixel als nötig. Grotesk: Die Bäume wurden im Game samt Wurzeln berechnet, die auf dem Bildschirm natürlich nicht sichtbar waren. Auch die Spielfiguren und deren Texturen waren zu aufwändig animiert – wie GPA ermitteln konnte. Allein die Reduzierung dieser unnötigen Berechnungen brachte einen spürbaren Geschwindigkeitszuwachs – ohne, dass der Spieler später davon etwas bemerken würde.

Philipp zeigte, wie sich die gewünschten Code-Änderungen vor der finalen Korrektur mit GPA simulieren lassen, so dass die Auswirkungen auf Grafikeinheiten und CPU sofort sichtbar sind. Das gilt übrigens nicht nur für Frames und Pixel, sondern auch für Farbtiefe, DirectX-Einbindung und vieles mehr.

Neben den vielen Analyse-und Optimierungs-Tools von GPA wies Philipp abschließend auf zwei unschlagbare Argumente hin, die GPA für jeden Spieleprogrammierer unverzichtbar machen: Das Toolset ist absolut intuitiv bedienbar und dazu noch völlig kostenlos!
Hier finden Sie weitere Infos zu GPA und den Link für Ihren kostenlosen Download!


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