Mac OS X 10.5 (Leopard) fährt voll auf Multicore ab

veröffentlicht von am 18. Dezember 2008

In Mac OS X 10.5 Leopard steckt eine Menge Multicore-Potenzial

J, ja, es ist schon ein paar Tage her, dass Mac OS X 10.5, auch bekannt als Leopard, das Licht der Welt erblickt hat. Aber ich habe gerade ein paar sehr interessante Details bezüglich der Multicore-Affinität des Apple-Betriebssystems entdeckt. Und so richtig viel darüber habe ich im Web nicht gefunden.

Hardware-seitig bietet Apple ja mit dem Mac Pro die volle Mehrkerntechnik von Intel: Acht Prozessorkerne beschleunigen vor allem die Bild- und Videobearbeitung, aber auch für Apple-eigene Anwendungen ist der Intel Xeon Prozessor, eine Quadcore-CPU mit maximal 3,2 GHz, nützlich.

Von dieser Mehrkern-Architektur profitieren unter anderem Programme wie Mail, das Adressbuch und die Verwaltung der Schriftensammlung, indem anfallende Aufgaben auf die vorhandenen Ressourcen möglichst optimal verteilt werden. Darum kümmert sich übrigens die neu programmierte Ablaufsteuerung von Leopard.

In Sachen Netzwerk hat sich Apple ebenfalls Gedanken gemacht: So wurde ein multithreading-fähiger Netzwerkstapel implementiert, der die Ein- und Ausgabeanfragen des LANs schneller verarbeiten kann. Außerdem wurde die indizierte Suchfunktion Spotlight beschleunigt, genauso wie die Wörterbuchfunktion von Mac OS X 10.5. Dies hat vor allem mit der objektorientierten API Cocoa zu tun, die ebenfalls für den Multicore-Betrieb optimiert wurde.

Um all diese Verbesserungen hinsichtlich der parallelen Datenverarbeitung zu erzielen, hat Apple seinem Betriebssystem eine ganz neue Klasse an APIs spendiert, die sogenannten NSOperationen. Dabei werden unabhängig voneinander berechenbare Operationen einer Warteschleife hinzugefügt, die automatisch und sehr dynamisch die Verarbeitung der Befehle oder Operationen steuert, je nach Auslastung der vorhandenen Prozessorkerne.

Interessant daran ist auch die Tatsache, dass man als Entwickler die erforderlichen Threads nicht selbst erstellen und wieder schließen muss. Dies erledigt Cocoa automatisch, indem es die Operationen selbstständig auf die Ressourcen effizient verteilt.

Darüber hinaus lassen sich Leopard-basierte Macs (vor allem der bereits erwähnte Mac Pro) für wissenschaftliche Zwecke einsetzen, da Apple auch hier auf die Multicore-Fähigkeiten seiner Rechner setzt. Das Zauberwort heißt OpenMPI, was eine Vernetzung mehrerer Rechner ermöglicht. Dabei kommen mediumseitig IP-Verbindungen wie LAN oder WLAN zum Einsatz, die Software für den eigenen Mac-Cluster nennt sich Xgrid und stammt ebenfalls von Apple. Selbst in der Entwicklerumgebung Xcode steckt eine Menge Multicore-Potenzial, wie wir ja bereits in einem früheren Beitrag gezeigt haben. Parallel Computing aus dem Hause Apple von A bis Z eben …


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