Mac OS X 10.6 erleichtert die Multicore-Programmierung

veröffentlicht von am 25. August 2009

Anfang Dezember vorigen Jahres hab ich schon mal ein wenig über die nächste OS-Version des Apple-Betriebssytems geschrieben. Und gestern erreichte mich eine E-Mail mit folgendem Inhalt:

Hallo,

vor wenigen Minuten solltest Du die Pressemeldung zu Mac OS X Snow Leopard bekommen haben. Am Freitag, 28. August, etwas früher als erwartet, ist die neue Version des fortschrittlichsten Betriebssystems der Welt erhältlich!

Wir möchten Dich noch am selben Tag zu einem kurzen Pressebriefing zur neuen Version des Desktop-Betriebssystems einladen, um Dir einige der Wichtigsten der neuen Verbesserungen und Technologien vorzustellen – von ‘Grand Central Dispatch’ (GCD) bis zur serienmäßigen Unterstützung für Microsoft Exchange.

Lust und Zeit aus erster Hand alles über Mac OS X Snow Leopard zu erfahren, mit den Fachleuten zu diskutieren und selbstverständlich im Anschluss an das Briefing eine Version der neuen Software mitzunehmen?!

Ob ich Lust und Zeit habe?! Na klar habe ich. Denn ich will endlich ein wenig mehr wissen über die geplanten Features des Schneeleoparden, wenngleich es kein ganz großes Update wird. Aber eins steht schon fest: Apple spendiert seiner sechsten OS-X-Version ein neues Tool, mit dem das Programmieren von Multicore-Anwendungen einfacher werden soll: Grand Central Dispatch (GCD).

GCD wird Bestandteil des OS-X-Kernels sein und damit nicht anwendungs-, sondern betriebssystem-nah arbeiten. Und das wiederum soll eine Vereinfachung der Multicore-Programmierung mit sich bringen, da nicht mehr einzelne Multithread-Anwendungen aufeinander abgestimmt werden müssen. Hierfür soll GCD die globale Verwaltung der notwendigen Threads übernehmen und nicht mehr benötigte Ressourcen automatisch freigeben.

Aber für all diese Verbesserungen braucht es natürlich ein wenig Wissen und diverse Tools, mit denen sich vor allem das Laufzeitverhalten parallel ablaufender Anwendungen untersuchen lässt. Hiefür bietet Apple seinen Entwicklern beispielsweise ein Debugger-Tool, das in die Entwicklerumgebung Xcode integriert ist. Oder das Analysetool “Instruments”, mit dem man zur Laufzeit in GCD hineingucken kann, um mögliche Schwachstellen oder Programmierfehler aufzudecken. Damit soll es sogar möglich sein, Warteschlangen zu untersuchen, und das auf Code-Ebene.

Dann bin ich schon mal sehr gespannt auf den Freitag und was Apple zu Snow Leopard zu erzählen hat. Und mit etwas Glück erfahre ich vom anwesenden Produktmanager mehr über GCD und ob es Dinge wie Dead Locks und andere fiese Sachen zur Laufzeit entdeckt. Mal sehen.

Lesetipp: Für alle, die jetzt mehr Lust bekommen haben auf Grand Central Dispatch, hat Apple ein PDF online gestellt, das schon mal die wichtigsten Fragen beantwortet. Das werde ich mir beizeiten genauer ansehen. So, stay tuned …


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