OOP 2011: Ralph de Wargny zu Tools und Trends für Software-Entwickler

veröffentlicht von am 25. Januar 2011

Gestern ist die OOP in München mit den für solche Events wegeweisenden Keynotes gestartet. Heute öffnet dann auch der Ausstellungsbereich. Intel finden Sie übrigens am Stand 7.3 im Erdgeschoss.

Spannend (und durchaus unterhaltsam) war die Eröffnungsrede von Ralph de Wargny, Business Development Manager bei Intel. Wargny gab tiefe Einblick in die Prozessorentwicklung bei Intel und ging mit seinen Ausführungen auf wichtige Intel-Tools für Software-Entwickler detailiert ein.

Ralph de Wargny auf der OOP 2011

Hier die wichtigsten Punkte:

Mit den derzeit verfügbaren Notebook-Chips Core i-3, Core-i-5 und Core i-7  ist Sandy Bridge „state of the art“ für Hochleistungs-Computing in den Bereichen Grafik, Multimedia und Spiele. Die Desktop-Varianten von Sandy Bridge werden in Kürze folgen.

50 Prozessorkerne auf einer Steckkarte

Letztlich ist Sandy Bridge aber vor allem ein Zwischenschritt auf dem Weg zur Generation der Many-Core-Prozessoren. Intels künftige „Many Integrated Core Architektur“ (MIC) wird 22nm-Chips hervorbringen. Kleiner, leistungsstärker und mit bis zu 50 Cores. Ein solcher Prozessor ist unter der Bezeichnung „Knights Corner“ in Planung. Diese Chips ergänzen die Leistung vorhandenere Prozessoren, indem sie auf einer Steckkarte als Coprozessoren integriert werden. Klingt nach Flexibilität und enormer Usability. Allerdings gibt es dafür noch keinen genauen Zeitplan.

So sieht die Zukunft aus: Knights Corner mit 22 nm und 50+ Prozessorkernen

Intel Parallel Studio in der Praxis

Wargny sprach zudem ausführlich über die aktuellen Intel Entwickler-Tools wie Parallel Studio XE und Parallel Studio.  Beide bieten ein Set an effizienten Werkzeugen wie Compiler, Bibliotheken und Analyse-Tools. Im Vordergrund hierbei stehen eine maximale Skalierbarkeit von Software-Anwendungen und umfassendes Performance Measurement. Damit sind sie für Multicore-Programmierer unverzichtbar.

Der Unterschied zwischen den beiden: Parallel Studio XE (XE steht übrigens für eXtreme Edition) ist ein Standalone-Produkt, das sich in unterschiedlichen Systemumgebungen wie Windows oder Linux einsetzen lässt. Parallel Studio hingegen ist ein Plug-In für Visual Studio von Microsoft. Diese Version stellt mit dem Parallel Advisor ein sehr gutes Einsteigerwerkzeug bereit, das enorme Hilfe beim Parallelisieren des Codes leistet.

In einem meiner künftigen Beiträge werde ich mir Parallel Studio XE näher ansehen und die Vorteile für Parallel-Programmierer detailliert beschreiben. Zudem habe ein Interview mit Ralph de Wargny geführt. Das zugehörige Video können Sie hier ebenfalls in Kürze abrufen.

Update: Das Video ist fertig und steht zum Ansehen bereit.

Heute freue ich mich aber erst einmal auf den Vortrag „Introducing parallelism into legacy code: Three case studies“ von Stephen Blair-Chappell. Auch hierüber werde ich natürlich berichten und mit Stephen ein kurzes Interview führen.

Alle Fotos von der Keynote der OOP können Sie übrigens über die neue Flickr-Seite des Software Dev Blogs abrufen und selbstverständlich auch für Ihre eigenen Zwecke nutzen.


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