Vorheriger Beitrag: OOP 2011: Stephen Blair-Chappell über die Parallelisierung von Anwendungen
Parallel Studio XE: Key-Features und Anwendungsmöglichkeiten
Die erste wichtige Entwicklermesse des Jahres 2011, die OOP , hat ihre Pforten geschlossen. Keine Frage, die OOP ist eine thematisch eng abgesteckte Nischenveranstaltung mit einem überschaubaren Ausstellungsbereich. Kein CeBIT-Party-Flair. Dafür gab es aber eine enorme Informationsdichte. In den vielen Sessions erhielten Entwickler unter anderem einen sehr guten Überblick zu den wichtigsten aktuellen Tools und Technologien der Parallel-Programmierung, zu typischen Fehlern und entsprechenden Workarounds.
Über eines der neueren Tools, das Intel Parallel Studio XE, habe ich in der vergangenen Woche bereits geschrieben.
Parallel Studio XE ist ein unverzichtbares Instrument zum Parallelisieren von C/C++ und Fortran-Apps. Das Tool-Paket stellt Bibliotheken, Analyse- und Performance-Werkzeuge zur Verfügung, dieProgrammierern die Möglichkeit geben, ihre Anwendungen mit bestmöglicher Skalierbarkeit, Verfügbarkeit und Sicherheit auszustatten.
Hier nun die wichtigsten Vorteile von Parallel Studio XE im Einzelnen:
- Plattformunabhängigkeit: Entwickler können ihrenSource Code auf unterschiedliche Betriebssysteme wie Windows, Linux und Mac OS (Compiler und Libraries) ausrichten. Zudem ist Parallel Studio XE mit den aktuellen Entwicklungsumgebungen kompatibel.
- Automatisierung der Code-Verbesserung: In der künftigen Ausrichtung auf Sandy Bridge und Many Core-Prozessoren lassen sich AVX-Befehlssätze mit 256 Bit breiten Registern einfach über die integrierten Compiler nutzen. Der Parallel Composer XE 2011 sorgt für automatische Vektorberechnung und Autp-Parallelisierung.
- Serie von Bibliotheken: Der Intel Composer XE 2011 stellt zudem Intels Parallel Building Blocks zur Verfügung. Diese bieten mit C++-Bibliotheken und Spracherweiterungen hohe Skalierbarkeit und eine höhere Abstraktion. Native Threads müssen nicht mehr verwendet werden. Somit sinkt der Aufwand für die Optimierung von Legacy Code. Fortran-Entwicklern bietet der Fortran-Compiler mehr Funktionalität und verbesserten Support.
- Code-Qualität verbessern: Der Intel Inspector XE prüft auf Speicher- und Thread-Probleme wie Data Races und Deadlocks. Zudem führt er Sicherheitsanalyse durch und deckt Security-Lecks wie Buffer Overruns auf. Entwickler können Fehler korrigieren, bevor diese im Code verwurzelt werden.
- Fortgeschrittene Performance-Tools: Der VTune Amplifier XE führt Performance-Analysen durch und findet Bottlenecks in seriellem und parallelem Code. Das Tool gibt Antworten auf die Fragen „Wo verwendet und verschwendet meine App Zeit? Wo kann ich Wartezeit reduzieren? etc.“
Interesse geweckt? Der Intel-Partner SOS Software Services veranstaltet am 22.2.2011 bei Intel in Feldkirchen einen Info-Event zum Thema „Multicore-Programmierung mit Intel-Tools“. Am 23.2.2011 folgt dann ein Technik-Workshop mit praktischen Beispielen.
Weitere Details dazu sowie eine Anmeldemöglichkeit gibt es unter www.sos-software.com/intelevent

Kommentare
Keine Kommentare vorhanden.