Intel-Netbook-Contest-Gewinner stehen fest
Anfang Dezember 2009 hatte ich darüber berichtet: Besonders begabte Software-Entwickler sollten möglichst schnell ihre besten Netbook-Apps einreichen. Damit sie die Chance haben, an einen der fünf tollen Preise heranzukommen, die Intel im Rahmen seines Wettbewerbs “Submit early, win big!” auslobt. Und seit gestern ist es soweit: Die fünf Gewinner stehen fest. Sie werden dafür belohnt, dass sie folgende Netbook-Anwendungen entwickelt haben.
DeskSpace von Otaku Software Pty Ltd sieht auf jeden Fall ziemlich professionell aus und scheint die Juroren mächtig beeindruckt zu haben. Anders ist der erste Preis wohl nicht zu deuten. DeskSpace ist eine virtuelle 3D-Desktop-App, die vor allem auf einem Netbook gute Dienste verrichtet, da sich auf einem dreidimensionalen Würfel unterschiedliche Bildschirme anordnen lassen.
Platz zwei ging an Michael Kasprzak und sein Spiel Smiles, das es schon seit längerem gibt und das Michael auf ein Netbook portiert hat. Smiles ist eine Art Knobelspiel, das Elemente von Solitär, Majong und Sudoku vereint. Es soll echtes Suchtpotenzial aufweisen.
Die Plätze drei und fünf gingen an Fredericka Burrows, die mit ihren Kids-Apps Number Match und Fun with Letters die Juroren überzeugen konnte. In beiden Fällen sollen die Anwendungen Vorschulkindern dabei helfen, rechnen und das Alphabet zu lernen.
Platz vier konnte Brian Burrows einheimsen, der einen Videokonverter entwickelt hat. Dieser erstellt speziell angepasste Videodateien für die Anwendung auf dem Netbook und schiebt sie auf den tragbaren Rechner.
Glückwunsch an alle Gewinner und auf dass sich eure Apps bestens im Intel AppUp Center verkaufen lassen!
Sieben Schritte bis zur ersten eigenen App im Intel App Store
Mit dem Intel App Store wird der Chiphersteller Anfang nächsten Jahres für viele Software-Entwickler eine neue Zeitrechnung starten. Denn zum ersten Mal seit Einführung des Intel Atom Prozessors wird es ein vollständiges Ecosystem rund um Netbooks und Co. geben, das für viele Software-Anbieter zu einer wichtigen Einnahmequelle werden kann.
Um jedoch in den Genuss der potenziellen Verkaufserlöse zu kommen, ist natürlich ein wenig Arbeit notwendig. Genauer gesagt sind es sieben Schritte, von der Erstellung der Anwendung bis zur Übermittlung der notwendigen Daten an Intel.
1. Software schreiben: Dieser Schritt nimmt sicherlich die meiste Zeit in Anspruch und erfordert auch die meiste Sorgfalt und Arbeit, damit die Anwendung im App Store auch wirklich erfolgreich sein kann. Ein wichtiger Bestandteil hierfür ist der Einsatz des zugehörigen Software Developer Kit.
2. Firmendaten eintragen: Sobald die App fertig ist, sind die formalen Dinge an der Reihe. Dazu gehören beispielsweise die Firmendaten, die an Intel übertragen werden müssen. Hierzu muss man bereits beim Intel Atom Developer Program angemeldet sein.
3. App-Infos eintragen: Hier wird der Appname eingetragen und der Anwendung per Mausklick eine GUID zugewiesen, anhand derer die Software später eindeutig identifiziert werden kann. Anschließend sind diverse Angaben zur Applikation zu machen. Dazu gehören eine Kurz- und Langbeschreibung, eine Liste der Hauptmerkmale, die richtigen Kategorien und einiges mehr.
4. Supportinfos hinterlegen: Hierunter fallen Infos zu den unterstützten Betriebssystemen, welche Merkmale die Zielplattform aufweisen sollte (Touchscreen, u.ä.), sowie Support-Mail und -URL.
5. Preise und Komponenten festlegen: Hier legt der Entwickler fest, welche Software-Komponenten anderer Entwickler in der Anwendung zum Einsatz kommen, was die App kosten soll und in welchen Ländern sie verfügbar sein wird.
6. Applikation hochladen: Jetzt geht es um das Hochladen sämtlicher Binaries und sonstiger Daten, die für die Anwendung von Belang sind. Ihr solltet unbedingt sicher stellen, dass die Anwendung den Intel-Richtlinien für App-Store-Apps entspricht.
7. Anwendung an Intel übertragen: Abschließend werden die Apps-Daten an Intel übertragen. Vorher sollte man auf jeden Fall die Richtigkeit sämtlicher Infos überprüfen.
Und für alle, die das noch mal ganz genau nachlesen wollen, sei diese Webseite empfohlen.
Scott Apeland verrät Details zum Intel App Store
Wer alles den Intel App Store braucht und was es damit auf sich hat, konnte man hier schon ausführlich nachlesen. Dass es aber immer noch Infos rund um den geplanten Netbook-Shop gibt, die eher unbekannt sind, zeigt das Interview, das Kollege Roland Quandt von netbooknews.de mit Scott Apeland von Intel geführt hat.
Auf die Frage, warum es überhaupt einen Intel App Store geben wird, antwortete Apeland wenig überraschend, dass Intel auf diesem Weg sicher stellen will, dass es in Zukunft verstärkt Software geben wird, die speziell für Netbooks entwickelt wurde. Zudem soll die Käuferschar vergrößert werden, was für eine Zunahme der Netbookverkäufe sorgen soll.
Für OEMs (Netbook-Hersteller) und Software-Entwickler hält der Intel App Store laut Apeland diverse Vorteile parat. So kümmert sich Intel um das Backend und die komplette Administration, so dass für die Netbook-und Software-Hersteller ein eher geringer Aufwand mit dem App Store entsteht. Darüber hinaus könnten laut Scott auch Internet Service Provider (ISP) vom Intel App Store profitieren. Warum zum Beispiel kein Vodafone-eigener Netbook-Store?!
