Parallel Talk: Warum Ct und Rapidmind gut zusammenpassen
Auf dem diesjährigen IDF in San Francisco wurde ich selbst “Opfer”, als ich mich unversehens vor dem Whiteboard von Aaron Tersteeg wiederfand. Aber zum Glück ging es nicht nur mir so, sondern auch unter anderem Stefanus, Michael und Anwar von Intel, die etwas sagen sollten über die Ct-Technologie und warum diese mit den Paralleltechniken von Rapidmind so gut zusammen passt.
Nur so viel: Ct soll noch in diesem Jahr als Beta verfügbar sein und Software-Entwicklern dabei helfen, ihre Anwendungen noch eleganter zu parallelisieren als bisher. Und genau dieses Bestreben verfolgen auch die Jungs von Rapidmind. Das dürfte wohl der wesentliche Grund gewesen sein, warum Intel und Rapidmind seit Ende August gemeinsame Sache machen.
Aber am besten lassen wir Stefeanus, Michal und Anwar selbst zu Wort kommen …
IDF09: Parallel Computing mit .NET 4 und Visual Studio 2010
Ich sitze hier in der Microsoft Techsession, die von Steve Teixeira gehalten wird. Steve spricht über Parallelprogrammierung unter .NET 4 und Visual Studio 2010. Ich kann natürlich nicht den gesamten Vortrag wiedergeben, daher konzentriere mich auf seine wesentlichen Aussagen:
Multithreaded programming is “hard” today
Das bedeutet für Microsoft (und Intel), Software-Entwicklern dabei zu helfen. Hierzu bieten beide (Intel und Microsoft) passende Tools, die Programmierer unterstützen. Dazu gehören laut Steve aber auch Programmiersprachen und Plattformen.
Ein kleines Schleifenbeispiel führt Steve vor, das zeigen soll, wie sich seriell programmierter Quellcode parallelisieren lässt – inklusive potenzieller Probleme.
Als Lösung für das Sortierproblem eignet sich laut Steve LINQ, das Teil von .NET 3.5 ist. Weitergesponnen bietet die parallele Version von LINQ = PLINQ eine viel bessere Lösung für Sortieralgorithmen – und mehr!
IDF09: Techsession “Software-Tools für skalierende Apps”
Hier ist sie also: meine erste Techsession auf dem Intel Developer Forum 2009. Es geht um die Frage, mit welchen Tools Software-Entwickler arbeiten sollten, um das Beste aus ihren Anwendungen herauszuholen.
Die Session beginnt mit einer Folie, die all das zeigt, was Intel in Sachen High Performance Computing tut.
Folie 2 beschäftigt sich mit der Frage, welche Dinge zu berücksichtigen sind, um das Optimum aus seiner Anwendung zu holen. Dazu gehören die Wahl der richtigen Algorithmen, der passenden Programmiersprache und Compiler und natürlich die Frage nach den passenden Software-Tools, mit denen sich Anwendungen optimieren lassen.
Mit Fragen der Portabilität und der Produktivität sollten sich Entwickler ebenfalls beschäftigen. Auch hier geht es um Dinge wie Programmiersprachen, Tools, Betriebssysteme etc.
Jetzt dreht es sich um das Thema Skalierung und was getan werden muss, um eine Beschleunigung der Anwendungen zu erhalten, die sich an der Zahl der vorhandenen Prozessorkerne und Hardware-Threads orientiert.
IDF09: Multithreaden und Parallel Studio abgreifen
Es hat sich ja wohl schon rumgesprochen, dass ich Montagnachmittag gen San Francisco abhaue, um mich am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag über die künftigen Intel-Pläne und -Produkte zu informieren. Ich werde übrigens meine kleine Videokamera Zi6 von Kodak dabei haben, um das ein oder andere Vor-Ort-Statement filmtechnisch in Szene zu setzen. Und klar, live bloggen werde ich auch. Gibt wohl eine ganze Menge zu berichten, so wie es aussieht.
Neben all den bereits erwähnten Sessions und Keynotes wird es für angehende Parallelprogrammierer ein ganz spezielles Bonbon geben: Am Mittwoch, den 23. September, veranstaltet Intel von 14:00 bis 18:00 Uhr PDT (23:00 bis 24/9, 3:00 Uhr MESZ) einen vierstündigen Workshop, in dem erfahrene C- und C++-Programmierer lernen werden, wie sie mithilfe von Parallel Studio sequenziell programmierten Quellcode parallelisieren können. Als besonderen Anreiz haben sich die Organisatoren dieses Workshops zwei Leckerbissen überlegt:
1. Die ersten 50 Teilnehmer, die ein lauffähiges, parallelisiertes Programm einschicken, erhalten eine Vollversion von Parallel Studio. Gegenwert: 799 Dollar.
2. In drei Kategorien wird der jeweils beste Beitrag ermittelt. Hierbei geht es um die schnellste Ausführung, die beste Prozessorausnutzung und den besten Einsatz von Parallel Studio. Der Sieger (oder die Siegerin) erhalten eine Visa-Geschenkkarte im Wert von 250 Dollar.
Wer schon mal gucken will, was zu tun ist, um eines der 50 Parallel-Studio-Pakete abzugreifen oder gar die 250 Dollar zu gewinnen, kann sich auf der Contest-Seite ausführlich darüber informieren. Und im Evaluation Center von Intel könnt ihr euch eine 30-Tage-Version von Parallel Studio besorgen. Zum Aufwärmen, quasi.
IDF09: Weitere Techsessions zu Multicore, Moblin und Co.
In meinem gestrigen Blogbeitrag war eine interessante Auswahl an dienstäglichen Techsessions während des Intel Developer Forums dran. Heute folgt der Mittwoch mit einer Selektion besuchenswerter Workshops und Vorträge.
Ach ja: Am zweiten Tag des IDF beginnen die Techsessions erst um 13:05 Uhr PDT (22:05 MESZ), da vormittags zwei Keynote-Sessions anstehen und die Organisatoren obendrein die anwesenden Entwickler dazu ermutigen wollen, den Ausstellerbereich (Technology Showcase) zu besuchen.
13:05 Uhr PDT (22:05 MESZ): Parallel-Guru und Product Unit Manager Steve Teixeira wird 50 Minuten lang über das geplante .NET-4-Framework mit all seinen Vorzügen für Parallelprogrammierer reden. Dabei geht es unter anderem um die Parallel Extensions und das task-basierte Debuggen mithilfe von Visual Studio 2010. Und ein kurzes Produkt-Update gibt es bestimmt auch.
13:05 Uhr PDT (22:05 MESZ): Wer die Intel Threading Building Blocks mal in Aktion sehen will, sollte in den Raum 2000 kommen, um dem Workshop von Victoria Gromova beizuwohnen. Und allen, die den Termin nicht schaffen, empfehle ich die ein oder andere Lektüre.
14:05 Uhr PDT (23:05 MESZ): Eine Techsession mit dem Titel “Next Generation Core-to-Core Interconnects for Many-Core Processors” sollte man eher nicht versäumen. In dem Workshop geht es unter anderem um die Themen Latency, Bandbreite und Traffic Management bei Prozessorverbünden. Aber auch um die möglichen Ansätze, solche Hochgeschwindigkeits-Netze aufzubauen.
Intel und Rapidmind gemeinsam in Sachen Multicore
Intel hat kürzlich die Multicore-Schmiede Rapidmind akquiriert. Da könnte man im ersten Moment die Frage stellen: “Warum tut Intel so etwas?” Schließlich gibt der Prozessorhersteller seit vielen Jahren große Dollarbeträge für Tools aus, die Software-Entwickler dabei helfen sollen, ihre Anwendungen für die zahlreichen Intel-Plattformen zu optimieren. Sieht man sich aber das Portfolio von Rapidmind etwas genauer an, wird schnell klar: Dieser Zusammenschluss folgt einer klaren Logik und bietet für beiden Seiten große Vorteile.
Zum einen werden die Rapidmind-Produkte und Lösungen in Zukunft von Intel vermarktet, was deren Reichweite natürlich drastisch erhöht. Zum anderen kommt Intel in den Genuss, die volle Bandbreite – sowohl technologisch als auch ressourcen-seitig – von Rapidmind zu nutzen. Und das geht meines Erachtens in diverse Richtungen.
Rapidmind-Tools wie Code Optimizer, Load Balancer, Data Manager und Diagnostics sind möglicherweise sehr gute Ergänzungen zu den vorhandenen Intel-Werkzeugen wie Parallel Studio, Thread Checker und Intel TBB. Vor allem, wenn man die Bandbreite der unterstützten Hardware seitens der Rapidmind-Tools genauer betrachtet: Ok, AMD-Prozessoren wird Intel wohl nicht im Visier haben, aber Grafiklösungen wie die kommende Larrabee-Plattform waren für Intel sicherlich ein wichtiger Kaufgrund.

