Parallel Talk: Warum Ct und Rapidmind gut zusammenpassen
Auf dem diesjährigen IDF in San Francisco wurde ich selbst “Opfer”, als ich mich unversehens vor dem Whiteboard von Aaron Tersteeg wiederfand. Aber zum Glück ging es nicht nur mir so, sondern auch unter anderem Stefanus, Michael und Anwar von Intel, die etwas sagen sollten über die Ct-Technologie und warum diese mit den Paralleltechniken von Rapidmind so gut zusammen passt.
Nur so viel: Ct soll noch in diesem Jahr als Beta verfügbar sein und Software-Entwicklern dabei helfen, ihre Anwendungen noch eleganter zu parallelisieren als bisher. Und genau dieses Bestreben verfolgen auch die Jungs von Rapidmind. Das dürfte wohl der wesentliche Grund gewesen sein, warum Intel und Rapidmind seit Ende August gemeinsame Sache machen.
Aber am besten lassen wir Stefeanus, Michal und Anwar selbst zu Wort kommen …
IDF09: (Video-)Infos rund um das Atom Developer Program
Für Aufsehen während des Intel Developer Forum 2009 sorgte zweifellos das neue Entwicklerprogramm Intel Atom Developer Program, das sich an Netbook- und andere Mobil-Programmierer richtet. Ich habe mal ein wenige Recherche betrieben, wer alles darüber berichtet hat und welche Videos dazu auf Youtube zu finden sind. Und das ist dabei herausgekommen.
- Kollege Sascha Pallenberg hat sich auf seinem Blog Netbooknews.de fast gar nicht mehr eingekriegt. Und im Video mit Amy Barton von Intel zeigt er sich ebenfalls recht euphorisch.
- Einer der Köpfe des Entwicklerprogramms für Atom-Plattformen, Bill Pearson, erzählt per Video, welche Schritte notwendig waren, um das Atom Developer Program in weniger als 90 Tagen ins Leben zu rufen.
- Tonya Bowes, Marketing Manager bei Intel und zuständig für das Intel Atom Developer Program, erzählt in gut zwei Minuten, was es mit der Atom Developer Challenge auf sich hat und wie Netbook- und Moblin-Entwickler interessante Preise abgreifen und mit etwas Glück und Geschick sogar auf Intel-Kosten nach Las Vegas auf die CES 2010 reisen können.
- Für alle, die lieber gucken als klicken, hat Intel ein Screencast online gestellt, das in gut dreieinhalb Minuten die Atom Developer Program-Webseite erklärt und dabei zeigt, was interessierte Entwickler davon haben.
- Ansonsten haben natürlich die üblichen Verdächtigen über das Entwicklerprogramm berichtet: Linux-Magazin Online, Tom’s Hardware, Süddeutsche Online, Heise Online, Golem und viele andere.
IDF09: App Store für Netbook, Moblin und Co.
Während Paul Otillinis Keynote-Session war es erstmals Gegenstand des Vortrags, tags drauf vertiefte Renee James das Ganze: Die Rede ist vom Intel Atom Developer Program, das Intel noch in diesem Jahr starten wird. Dieses speziell für Software-Entwickler von mobilen Anwendungen konzipierte Programm soll in zweierlei Weise helfen.
Einerseits geht es um einen App Store, ganz im Geiste von Apple & Co. Zunächst sollen dort spezielle Apps für Netbooks feilgeboten werden, später kommen MIDs und Smartphones dazu (spätestens dann, wenn Moorestown kleinere und kompaktere Geräte ermöglichen wird). Betriebssystem-seitig kommen Windows und Moblin, die Intel-eigene Linux-Distribution, zum Einsatz.
Die Einnahmeregelung orientiert sich am Apple-Modell: 70 Prozent des Verkaufspreises gehen an den Entwickler, der Rest an Intel. Allerdings sind auch flexiblere Abrechnungsmodelle denkbar, wie während eines exklusiven Blogger-Treffens mit den Machern des Intel Atom Developer Programms zu hören war.
Andererseits sieht das Entwicklerprogramm eine weitere Einnahmequelle für Software-Entwickler mobiler Anwendungen vor: So soll es möglich sein, selbst programmierte Anwendungen und Teile davon im Intel App Store anderen Entwicklern zur Verfügung zu stellen. Den Preis legt der Programmierer selbst fest – so sind beispielsweise prozentuale Umsatzmodelle denkbar.
IDF09: Tag 2 zusammengefasst: Keynotes und Techsessions
Gestern war ich richtig fleißig. Daher folgt hier eine kurze Zusammenfassung.
Die Keynote von “Dadi” Perlmutter hatte echten Unterhaltungswert – und brachte zudem einige Neuheiten und neue Erkenntnisse. So wurde beispielsweise das schon länger bekannte Geheimnis gelüftet, dass Intel ab sofort einen Notebook-Prozessor im Programm hat, der auf der Core-i7-Familie basiert und damit echte Desktop-Power auf das Laptop bringt. Mit vier Cores und acht simultanen Threads also. Jetzt werden die Entwickler dieser Welt immer seltener eine Ausrede dafür haben, ihre Anwendungen nicht zu parallelisieren.
Natürlich bieten die mobilen Core i7 Prozessoren auch so nette Features wie Turbo Boost, also das legale “Overclocking” der Intel-CPUs. Ok, nicht ganz, aber mithilfe von Turbo Boost lassen sich einzelne Prozessoren komplett abschalten und damit die gesamte Power auf einen oder zwei CPUs übertragen. Das ist vor allem dann praktisch, wenn die gerade laufende App nicht zu 100 Prozent parallelisiert ist (weil das nicht immer möglich bzw. sinnvoll ist) und der seriell ablaufende Teil zusätzlich beschleunigt werden soll.
Hübsch waren aber auch die “Gimmicks”, die Perlmutter dabei hatte. Wie zum Beispiel ein extrem schlankes 16-Zoll-Notebook von Dell. Das zeigt, wohin es weiterhin gehen wird: zu dünneren und leistungsfähigeren Notebooks, die hoffentlich die Akkulaufzeiten nicht aus den Augen verlieren.
Aber auch das Projekt Tangent Bay ist nett: Drei auf das Notebook-Gehäuse integrierte OLED-Touchdisplays erlauben den schnellen Zugang per Fingerberührung zu den wichtigsten Dingen wie Musik, Fotos, Twitter, Facebook, E-Mail und mehr.Tja, und mit Light Peak soll in Zukunft die Datenübertragung im heimischen Wohnzimmer über 10-GBit-Leitungen erfolgen – und das zu erschwinglichen Preisen.
IDF09: “Umfrageergebnisse zu mobilem Nutzerverhalten”
In meiner letzten Techsession auf der IDF09 geht es um die Frage, wie die Leute ihre Netbooks, Notebooks, MIDs und Smartphones einsetzen. Viele weniger überraschende Ergebnisse, aber auch einige witzige Sachen.
Eine wichtige Erkenntnis lautet: Die Leute haben mehr Freizeit als je zuvor, fühlen sich aber trotzdem gestresster und die gefühlte Freizeit nimmt ab.
Das hat vor allem mit der Zunahme an mobilen Computern zu tun, die die Leute immer öfter und vor allem kontinuierlich benutzen. Die Mehrheit nutzt ihre mobilen Begleiter nur sehr kurz, dafür aber sehr oft. Das können Telefonate sein, ein schneller Blick ins Internet, das Überprüfen der aktuellen Wetterlage etc.
Interessant ist auch die Erkenntnis, dass viele Leute permanent ihr Smartphone überprüfen und davon 70 Prozent hinsichtlich Social-Media-Aktivitäten wie Twitter, Facebook & Co.
Mit Notebooks gehen viele Leute hauptsächlich ins Internet (über 60% aller Befragten). Auf kleineren internetfähigen Geräten wie MIDs oder Smartphones sind es sogar 78% Internetnutzung.
Was machen die Leute hauptsächlich im Internet? Nun, unter anderem …
… werden auf Youtube jede Minute 10 Stunden Video auf deren Server geladen.
… werden jeden Tag auf Facebook 36 Millionen Bilder angesehen.
Daraus ergeben sich für Entwickler interessante Erkenntnisse: Mobile Endgeräte sollten immer mehr Social-Media-Anwendungen bieten.
IDF09: Techsession “Netbook Ecosystem and Usage Models”
Sodala, die vorletzte Techsession der diesjährigen IDF09 beginnt, und sie dreht sich um das Thema “Netbook Ecosystem and Usage Models”.
Es gibt vier wesentliche Bereiche für Atom-Prozessoren: Consumer Electronics, Embedded Devices, Ultra Low Cost PCs und Netbooks.
Im Jahr 2012 sollen weltweit etwa 45 Millionen Netbooks verkauft werden, ein Großteil davon in Europa.
Was machen die Leute hauptsächlich mit Netbooks? Nun, sie kommunizieren, lernen, browsen und machen andere lustige Dinge damit.
Die Kaufargumente für Netbooks verschieben sich gerade: Es geht immer öfter um modische Aspekte, Bundels mit Internet Services und vertikale Märkte wie Healthcare und Thin Clients.
IDF09: So entwickelt man Anwendungen für Moblin
Ok, die letzte Session des zweiten Tages auf dem IDF09 steht an. Es geht um das Entwickeln mobiler Anwendungen für Moblin-basierte Geräte wie Netbooks und Co.
Hm, es geht mit Myzone los. Haben wir doch gerade erst gehört.
Status-Bar ist sehr praktisch. Dort kann man twittern, Facebook aktualisieren und andere Dinge tun.
Die Internet-Bar stellt die Verbindung ins WWW dar.
Media-Bar stellt eine Suchfunktion zur Verfügung, mit der sich sämtliche Multimediadaten blitzschnell finden und abspielen lassen.
Moblin folgt drei Design-Prinzipien: diskret, dynamisch, anders.
Anhand von Norwood soll gezeigt werden, wie sich eine Moblin-Anwendung bauen lässt. Es beginnt mit einer Zeichnung, die eine erste Idee der App vermitteln soll.
IDF09: Techsession “Moblin Technical Overview”
Ich melde mich aus der Moblin-Techsession, in der es einen guten Überblick geben soll. Na, mal sehen.
Moblin besteht aus vier Teilen: Kernel, App Services, UI Services und Platform Specific User Experiences.
Wichtig für das Entwickeln von Moblin-basierten Anwendungen ist Clutter, mit dem sich all die schönen Bedieneroberflächen und damit die passenden Anwendungen programmieren lassen.
Wichtig sind natürlich auch Internet Services, um beispielsweise einen Internet Browser unter Moblin zu implementieren. Hierbei spielt Clutter ebenfalls eine wichtige Rolle, für alle 3D-Elemente einer Internet-Anwendung.
Media Services sind für das Programmieren von Multimedia-Anwendungen wie Mediaplayer zuständig. Wichtige Elemente sind Codecs, Content- und Audio-Management und Mediaplayback.
Comms Services werden in zweierlei Hinsicht eingesetzt: Telefonieren und Netzwerkmanagement. Hierbei ist oFono wichtig, eine Opensource-Lösung für die Telefonfunktionen.
Weitere Services sind PIM und Sync, die einerseits Kalender-, Kontakt- und Aufgaben-orientierte Anwendungen ermöglichen und sich gleichzeitig um die Datensynchronisation kümmern. Hierfür ist eine Sync-API in Moblin integriert.
IDF09: Techsession zu Moorestown und Moblin
Ich sag mal so: Der Raum ist pickepacke voll. Ich musste sogar Schlange stehen. Aber es lohnt sich auch: Es geht um Moorestown und Moblin.
Vier gute Gründe für Intel, sich in diesem Markt zu tummeln: CPU-Leistung, Internet (”always on”), Software und Wireless.
Wofür eignet sich Moorestown? Nun, nicht unbedingt für Smartphones, aber so ähnlich. Also Taschencomputer, die leicht sind, datenorientiert eingesetzt werden, lange Batterielaufzeiten bieten und “always on” sind.
Ziele von Moorestown: Doppelt so lange Batterielaufzeiten wie bei Menlow, halb so viel Platz, mehr Funktionen und mehr Produkte.
Technische Einblicke:
Lincroft (45 nm): Northbridge= 2D/3D-Grafikchip, CPU, Videobeschleuniger in HW, Display- und Speichercontroller. Southbridge = Langwell
IDF09: Parallel Computing mit .NET 4 und Visual Studio 2010
Ich sitze hier in der Microsoft Techsession, die von Steve Teixeira gehalten wird. Steve spricht über Parallelprogrammierung unter .NET 4 und Visual Studio 2010. Ich kann natürlich nicht den gesamten Vortrag wiedergeben, daher konzentriere mich auf seine wesentlichen Aussagen:
Multithreaded programming is “hard” today
Das bedeutet für Microsoft (und Intel), Software-Entwicklern dabei zu helfen. Hierzu bieten beide (Intel und Microsoft) passende Tools, die Programmierer unterstützen. Dazu gehören laut Steve aber auch Programmiersprachen und Plattformen.
Ein kleines Schleifenbeispiel führt Steve vor, das zeigen soll, wie sich seriell programmierter Quellcode parallelisieren lässt – inklusive potenzieller Probleme.
Als Lösung für das Sortierproblem eignet sich laut Steve LINQ, das Teil von .NET 3.5 ist. Weitergesponnen bietet die parallele Version von LINQ = PLINQ eine viel bessere Lösung für Sortieralgorithmen – und mehr!
