Linux-Debugger für C++ und Fortran mit grafischer Oberfläche

veröffentlicht von Michael Hülskötter am 13. Juli 2009 (0) Kommentare

Es soll ja Leute geben, die (a) nicht viel von grafisch basierten Oberflächen halten und (b) nicht wissen, dass die Intel-Linux-Compiler für C/C++ und Fortran einen solchen GUI-Debugger mitbringen. Dieselben konnte ich mir vorletzte Woche während meines Besuchs bei Intel in Ulm ansehen und mir ein Bild von ihren Fähigkeiten machen. Und das kam dabei heraus (mehr dazu folgt noch diese Woche mit weiteren Details und ein paar interessanten Bildern).

Das absolute Highlight des GUI-basierten Linux-Debuggers von Intel ist die Möglichkeit, einzelne Breakpoints zu setzen, zu speichern und bei Bedarf das so markierte Projekt wieder aufzurufen. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn sich die Umgebungsentwicklung mal verabschieden sollte oder man andere Dinge zwischendurch zu tun hat, bevor man sich wieder dem Debuggen zuwendet. Ein Breakpoint wird dank der grafischen Bedieneroberfläche per doppeltem Mausklick erzeugt – und genauso schnell wieder entfernt. Das macht das Testen von C/C++ und Fortran-Projekten wirklich sehr komfortabel.

Aber auch das Testen parallel programmierter Projekte unter Linux geschieht mit dem Debugger von Intel recht überzeugend. So kann man in Echtzeit eine komplette Anwendung (oder Teile davon) auf mögliche Data Races hin untersuchen. Genau genommen identifiziert der Debugger Szenarien, in denen es zu gemeinsamen Datenzugriffen kommen kann, was vor allem das konkurrierende Speichern zweier Threads betrifft. Der Programmierer oder Entwickler muss dann selbst entscheiden, ob dieser parallele Schreibzugriff gewollt ist oder im schlimmsten Fall einen Absturz der Anwendung zur Folge haben kann.

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Intel Ulm und die Linux-Debugger-Tools

veröffentlicht von Michael Hülskötter am 6. Juli 2009 (0) Kommentare

Vorige Woche war ich auf Reisen. Die Destination meiner Unternehmung: Die württembergische Außenstelle der Firma Intel, die sich in Ulm befindet. Um es kurz zu machen: Sehr beeindruckend, was ich dort alles gesehen und gelernt habe. Zunächst einmal muss ich aber ein paar Dinge klarstellen, über die ich im Vorfeld berichtet hatte:

1. Der Windows-C++-Compiler für Windows CE wird in Ulm nicht mehr entwickelt und spielt seit dem Erscheinen des Atom-Prozessors auch keine große Rolle mehr. Denn selbst Embedded-Systeme setzen immer öfter auf die Netbook-CPU und ermöglichen damit den Einsatz standardisierter Betriebssysteme wie Linux und Windows mit den zugehörigen Entwicklertools.

2. Die Software-Werkzeuge, um die es bei Intel in Ulm vor allem geht, helfen Programmierern und Entwicklern, ihre Anwendungen fehlerfrei unters Volk zu bringen. Hierfür konzentrieren sich die Ulmer Kollegen auf die Debugger-Tools, die sowohl unter Windows als auch unter Linux zum Einsatz kommen. Interessant an meinem Besuch war unter anderem die Erkenntnis, dass die Parallel Debugger Extension, die sowohl im Parallel Studio als auch in der aktuellen Version des Intel-C++-Compilers stecken, “made in Ulm” sind. Na ja, auf jeden Fall zu einem großen Teil.

3. Das Intel-Büro in Ulm ist entgegen meinen ersten Erwartungen alles andere als beschaulich. Es befindet sich in einem architektonisch höchst interessanten Gebäude, das sogar über einen eigenen Teich verfügt. Auf zwei Stockwerken arbeiten 30 bis 40 Leute vorwiegend an den neuesten Debugger-Tools – auf dass künftige Software möglichst fehlerfrei läuft. Aber auch diverse Entwicklertools für den Atom-Prozessor werden in Ulm konzipiert und entwickelt.

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