Apple erhöht die Multithread-Leistung des XServe
Apple hat gestern seinen Online-Shop für kurze Zeit ab- und wieder eingeschaltet, und zum Vorschein kam ein neues XServe-Modell mit dem brandneuen Xeon-Prozessor 5500, den Intel erst Ende März offiziell vorgestellt hat. Das Besondere am 5400-Nachfolger ist die verbaute Intel Core Mikroarchitektur, die unter ihrem Codenamen Nehalem bekannt geworden ist und beispielsweise auch im Core i7-Prozessor zum Einsatz kommt.
Was den Xeon 5500-Prozessor im XServe so besonders macht, sind unter anderem seine Multithreading-Fähigkeiten. So kann der Apple-Rackmount-Server mit vier oder acht Kernen betrieben werden (ab 2.900 bzw. 3.500 Euro), was den Rechendurchsatz dank Hyperthreading-Technik auf 8 Threads (mit einem Xeon-Prozessor) oder auf 16 Threads (2 Xeon-CPUs mit acht Kernen) erhöht.
Klar, dass hierfür multicore-optimierte Anwendungen notwendig sind. Aber erstens hat Apple hierfür schon einiges getan, außerdem wirft Apple wohl im Juni die nächste Betriebssystemversion mit Codenamen “Snow Leopard” (OS X 10.6) auf den Markt. Mit diesem OS-Update wird es nochmals mehr abgehen in Sachen Multithreading auf Apple-Plattformen.
Ach ja: Neben der Core-Architektur hat der Xeon-5500-Prozessor im XServe weitere Schmankerl zu bieten. Dazu gehören: ein integrierter Speichercontroller, Intel Turbo Boost, Intel QuickPath, Intel Intelligent Power, eine verbesserte Virtualisierung und einiges mehr.
Bücher und Webinar an Software-Entwickler zu verschenken
Über das Intel Software Partner Program (Intel SPP) hatte ich Ende Oktober ausführlich berichtet. Kurz gefasst geht es um die Möglichkeit, als Software-Entwickler von Intel in Sachen Programmierung unterstützt zu werden. Das reicht von vergünstigten Einkaufskonditionen für Software-Tools bis hin zur Möglichkeit, an professionell erstelltes Marketingmaterial heranzukommen.
Um am Intel SPP teilnehmen zu können, muss man sich natürlich erst mal registrieren. Logisch. Um dies ein wenig schmackhafter zu machen, verschenkt Intel derzeit 50 Exemplare des Buchs Multi-Core Programming, das ich übrigens auf meinem Schreibtisch liegen habe. Dabei handelt es um einen wirklich gelungenen Einstieg in das Thema und eine nützliche Wissensdatenbank für alle Entwickler. Also, ran an den Speck!
Apropos Speck: Software-Entwicklung für den relativ neuen Intel-Prozessor Core i7 ist noch kein echtes Mainstream-Thema. Zwar gibt es schon eine ganze Weile ein eigenes SDK, aber Experten auf diesem Terrain sind noch eher rar. Um diesen Umstand zu verbessern, bietet Intel am nächsten Dienstag (10. Februar, 17 Uhr MEZ) ein 60-minütiges Webinar genau zu diesem Thema an. Der Titel:
Create Applications with Superior Performance and Energy-Efficiency: An Introduction to the Software Development Kit for the new Intel Core i7 Platform
Das ist doch genau das Richtige für angehende Multicore-Entwickler, oder?! Und wie gesagt: Davon gibt es nicht so wahsinnig viele. Ach ja: Um an diesem internetbasierten Training teilnehmen zu können, muss man sich für das Intel Black Belt-Programm anmelden. Das ist allerdings ein Klacks – verglichen mit Multithreading für Multicore-Prozessoren.
PowerDirector 7 ist für Core i7-Prozessor optimiert
Es ist jetzt gerade mal zwei Wochen her, dass Intel den Core i7 Prozessor vorgestellt hat, und schon erreicht uns heute eine E-Mail von Cyberlink, dass der taiwanesische Software-Hersteller sein Videoschnittprogramm PowerDirector 7 für den Quadcore-Prozessor optimiert hat.
Das bedeutet primär, dass die Videobearbeitung dank der acht gleichzeitig ablaufenden Threads auf den vier Prozessorkernen einen enormen Leistungssprung erfährt. Darüber hinaus profitiert PowerDirector 7 von der Intel QuickPath-Technologie und dem 8 MByte großen L3-Cache des Core i7 – für noch mehr Tempo beim Videoschnitt.
Der Quadcore-Prozessor ist unter anderem dafür verantwortlich, dass das Vorschau-Rendering schneller geschieht als auf herkömmlichen Quadcore-Rechnern, dass Effekte schneller verarbeitet werden und dass sich optische Medien noch schneller brennen lassen. So ist beispielsweise ein HD-Video, das mit dem rechenintensiven Pencil-Sketch-Effekt versehen wird, in weniger als einer Minute vollständig gerendert. Auf einem Core 2 Quad Q9550 benötigt derselbe Rechenaufwand zwei Minuten. Fazit: Die Wartezeit lässt sich mit dem Core i7 locker halbieren.
Wem diese Infos ein wenig zu dünn sind, der kann sich schon mal auf mehr freuen. Wir wollen nämlich auch wissen, an welchen Stellen Cyberlink Code-Optimierung vorgenommen hat und welche Tools hierfür zum Einsatz gekommen sind. Sobald wir diese Details vorliegen haben, gehen diese online. Versprochen!
Ach ja: Wer mehr zu PowerDirector 7 lesen will, kann dies auf der passenden Webseite tun.
Mehr Multithread-Leistung mit dem Intel Core i7 Prozessor
Mit dem erst gerade vorgestellten Core i7 Prozessor von Intel bekommt das Thema parallele Programmierung eine ganze neue Bedeutung. Denn selten zuvor steckte in einer Intel-CPU so viel Parallelität wie in diesem neuen Mikroprozessor. Daher sollte man sich als Software-Entwickler unbedingt die Mühe machen, den Core i7 genauer zu erforschen. Hier mal ein paar wichtige Leistungsdaten:
- Sämtliche verfügbaren Prozessorkerne samt der zugehörigen Threads, Caches und Schnittstellen werden dynamisch verwaltet und ermöglichen somit ein Maximum an Rechen- und Systemleistung.
- Die Intel Hyperthreading-Technologie erlaubt verbessertes Multithreading bei gleichzeitig optimiertem Energieverbrauch. Darüber hinaus lassen sich in Zukunft pro Prozessorkern zwei Threads gleichzeitig verarbeiten, was bei einem Core i7 mit vier CPU-Kernen acht parallele Threads bedeutet.
- Die Intel Streaming SIMD Extensions 4 (SSE4) konnten erneut verbessert werden, vor allem in Sachen XML-Verarbeitung.
- Verglichen mit den aktuellen Xeon-Prozessoren bietet der Core i7 dank seiner QuickPath-Architektur eine Bandbreite, die bis zu viermal so groß ist.
- Ein verbessertes Power Management erlaubt es Software-Entwicklern, ihre Anwendungen noch exakter auf die SSE4-Befehlssätze abzustimmen.
Da diese Infos aber nur einen kleinen Ausschnitt dessen wiedergeben, wozu der Core i7 im Stande ist, empfehlen wir weitere Informationen, die einen guten Überblick geben. Hierzu gehört beispielsweise ein Videoclip, der den neuesten Highend-Prozessor von Intel anschaulich erklärt, genauso wie ein Whitepaper, das im Detail auf die neue Mikroprozessor-Architektur eingeht, die hinter dem Core i7 steckt.
Gerade für Entwickler sind auch die SSE4-Infos wichtig: Diese zeigen, wie man Videokodierung mithilfe spezieller SSE4-Befehle optimiert, wie sich dank SSE4 der Speicherdurchsatz erhöhen lässt und wie man die XML-Verarbeitung beschleunigen kann, indem man die neuen SSE4-Befehle richtig einsetzt. Aber auch die PDF-Gesamtübersicht ist sehr hilfreich, wenn man alles über sämtliche neuen SSE4-Befehle wissen will.
