Windows 8: Von Sensoren, mehr Mobility und Hardware-Voraussetzungen

veröffentlicht von am 25. Januar 2012 (0) Kommentare

Vielleicht haben Sie es schon gemerkt: das Software Dev Blog wendet sich neuen Themen zu, ohne allerdings die alten loszulassen. Soll heißen: künftig werden wir neben all den Multicore- und Visual-Computing-Beiträgen immer wieder Artikel zu Ultrabooks, Windows 8 und Android für x86 einfließen lassen. Weil wir wissen, dass das ganz viele Entwickler interessiert – mindestens genauso sehr wie uns! Dann kann ja mit der angepassten Neuausrichtung des Blogs nichts mehr schief gehen. Und um das Ganze auch optisch zu untermauern, werden wir das Blog einer Generalüberholung unterziehen. Wird aber auch wirklich höchste Zeit, schließlich sind wir dem Layout des Software Dev Blog ziemlich genau zweieinhalb Jahr treu geblieben. Das schreit doch geradezu nach einem Facelift, oder?!

Neues aus dem Hause Microsoft zu Windows 8

Zum Wochenausklang gibt es ein paar Neuigkeiten zu Windows 8. Dabei stehen vor allem die geplanten Sensoren im Vordergrund, aber auch von schnellen und unkomplizierten Drahtlos-Netzwerkverbindungen soll hier die Rede sein. Und auf die geplanten Hardware-Voraussetzungen will ich auch ein wenig näher eingehen.

Ausgefeilte Sensorik für mehr Bedienerspaß

Auf der CES hat es Mooly Eden von Intel bereits demonstriert: mithilfe von Beschleunigungssensoren, die beispielsweise in ein Ultrabook eingebaut sind, lassen sich in Zukunft 3D-Spiele steuern oder andere Ding tun, wie man es bereits von iPad und Konsorten kennt. Das wird Windows 8 sicherlich einen wichtigen Schub geben. Und damit Entwickler die komplette Sensorik in ihre Apps einbauen können, stellt Microsoft zahlreiche APIs zur Verfügung, die auf dem Windows-8-Entwicklerblog allesamt erläutert werden. Die Spannweite reicht von trivialen Dingen wie dem Helligkeitssensor für die stets beste Ausleuchtung des Displays über die automatische Orientierung des Bildschirms bis hin zu komplexen 3D-Beschleunigungs- und 3D-Magnet-Sensoren. Allerdings zeigt Microsoft anhand diverser Tests, dass nur der Sensorverbund zufriedenstellende Ergebnisse liefert, weshalb Redmond das Ganze 9-Achsen-Sensor-Fusion nennt.

Für eine möglichst einfache und kompatible Implementierung der Sensoren hat Microsoft gemeinsam mit diversen Hardwarepartnern genaue Richtlinien entwickelt, wie sich die Sensoren in Windows-8-Geräten einsetzen und per Treiber ansprechen lassen. Herausgekommen ist eine HID-Spezifikation, die im Juli 2011 vom USB Implementors Forum abgesegnet wurde.

Mobile Drahtlosverbindungen

Unter Windows 7 wurde die Verbindung zu WLAN- und 3G-Netzen schon erheblich vereinfacht, allerdings müssen noch allzu oft Gerätetreiber und spezielle Anwendungen installiert werden, die den Zugang ins Web via UMTS ermöglichen. Unter Windows 8 soll das deutlich einfacher werden, auch hierfür hat sich Microsoft mit zahlreichen Hardwarepartner zusammengetan und einen Klassentreiber für Mobilfunkhardware entwickelt, der nahezu alle bekannten Mobilfunkmodems unterstützen soll. Damit soll das Verbinden eines UMTS-Stick in Zukunft genauso einfach werden wie das eines USB-Sticks. Dabei orientierte sich Microsoft an dem Mobile Broadband Interface Model (MBIM), einem Standard für Mobilfunkmodems, den heute schon diverse Hersteller unterstützen. MBIM 1.0 wurde Ende November 2011 veröffentlicht.

Schick ist auch die Möglichkeit, ohne dedizierten Mobilfunkvertrag mit einem Windows-8-Gerät ins Internet zu gehen. Hierfür bietet Microsoft eine Liste bekannter Anbieter an, mit dessen Webseite man direkt verbunden wird. Von dort aus kann der Mobilfunkbetreiber die notwendigen Daten auf dem Windows-8-Gerät eintragen. Dazu gehören unter anderem die Tarifdetails und die verfügbaren Hotspots. Wie das in der Praxis aussehen soll, wird die Zukunft zeigen.

Klare Hardware-Voraussetzungen

Hardware-Hersteller von Windows-Phone-Geräten könen ein Lied davon singen: Microsoft erteilt genaue Vorgaben, wenn es um die Implementierung ihrer Software auf den passenden Gadgets geht. Sind es bei Windows Phone beispielsweise die CPU, die Auflösung des Displays und ein dedizierter Kameraknopf am Smartphone-Gehäuse, müssen Tablet-PCs, auf denen Windows 8 laufen soll, mindestens folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Display-Auflösung: 1.366*768 Bildpunkte (16:9) oder besser
  • eingebaute Webcam muss 720p beherrschen
  • mindestens 10 GB Speicher
  • Lage-, Beschleunigungs- und Lichtsensoren
  • Bluetooth der 4. Generation
  • 5-Finger-Multitouch-Screen

 

Kategorien : Mobile Tags : , , ,