Visual Studio 2010 jetzt auf Deutsch verfügbar
Vor gut zwei Wochen hat Microsoft Visual Studio 2010 vorgestellt, und heute schon hat Kay Giza auf seinem Blog gemeldet, dass die deutschsprachigen Varianten des Entwickler-Tools samt dem neuen Framework .NET 4 zum Download bereit stehen. Da es sich allerdings um diverse Pakete handelt, habe ich mir die wichtigsten Infos mal genauer angesehen und fasse sie für euch übersichtlich zusammen.
- Zunächst einmal unterscheidet Microsoft in Sachen VS-2010-Download zwischen registrierten und nicht-registrierten Entwicklern. Alle, die also ein MSDN-Abo ihr eigen nennen, können sich Visual Studio 2010 und .NET 4 downloaden.
- Auch nicht-registrierte Anwender kommen in den Genuss von VS 2010, allerdings nur in der Testversion, die sich für 90 Tage auf dem Rechner installieren lässt. Dafür kostet die Trial-Variante natürlich nix. Test-Willige können dabei zwischen diversen Varianten wählen: Ultimate, Professional und Test Professional, und das entweder als ISO-Datei oder per Webinstaller. Außerdem braucht ihr noch die .NET-4-Laufzeitumgebung sowie diverse Tools, mit denen ihr eure Applikationen testen könnt. Dazu gehören die F#-Runtime, die Office-Runtime, der Team Foundation Server 2010 und der Team Explorer.
Ach ja, Kays Blogbeitrag hält noch weitere nützliche Infos bzw. Links zu Visual Studio 2010 parat: den Hinweis auf ein Einführungsvideo, die Empfehlung eines E-Books zum Thema VS-Migrierung, einen Workshop zum Erstellen von Cloud-Anwendungen mit VS 2010 und viele andere gute Tipps und Internet-Links. Also, ein Besuch des Giza-Blogs lohnt sich.
Ach ja: Für Visual Studio 2010 wird gerade die nächste Version der Multicore-Suite Parallel Studio entwickelt. Wer dabei als Betatester fungieren möchte, sollte mal hier vorbeischauen.
Dotnet Cologne 2010 nimmt Konturen an
Wer sich für die Themen .NET, C#, Parallelprogrammierung und andere Dinge interessiert, sollte jetzt unbedingt weiterlesen (allen anderen empfehle ich diese Lektüre). Denn am 28. Mai 2010 findet in Köln die zweite Community-Konferenz Dotnet Cologne 2010 statt. Das Gute daran: Das Programm dieser Veranstaltung steht zu weiten Teilen schon. Und es sind viele interessante Vorträge dabei. Kleiner Auszug gefällig?
- Funktionale Programmierung in C# 3.0 (Oliver Sturm)
- Anpassbare Anwendungen mit Windows Workflow 4 (Dariusz Paris von Microsoft)
- Intel Parallel Studio mit .NET und Visual Studio (Mario Deilmann von Intel)
- Debugging in Deep mit VS2010 und WinDbg (Gregor Biswanger)
- Parallelprogrammierung mit der TPL (Bernd Marquardt)
- und viele andere
Das ist nur das vorläufige Programm. Der ganze Tag besteht aus vier parallelen Teilen, in denen insgesamt 24 Vorträge plus Auftaktrede und fünf Lunch-Sessions stattfinden sollen. Da könnt ihr euch auf einiges gefasst machen.
Und damit der Tag nicht nur aus Arbeit besteht, beginnt um etwa halb sieben der unterhaltsame Teil der Dotnet Cologne mit Verlosung und anschließender Grillparty (hoffentlich passt das Wetter). Müst ihr da nicht dabei sein? Doch, ich finde schon. Ihr solltet euch allerdings beeilen, denn so richtig viele Plätze gibt es nicht mehr (es ist von etwa 50 die Rede). Also, wir sehen uns, oder?!
Interview: Visual Studio 2010 und seine Multicore-Fähigkeiten
Während der OOP 2009 gab es die Möglichkeit, mit Microsoft zusammenzusitzen und ein wenig über Visual Studio 2010 und das zugehörige .NET Framework 4.0 zu plaudern. So der Plan! Leider kam es anders, was dazu führte, dass ich am vorigen Mittwoch via Festnetz mit einem der Technikgurus, Dariusz Parys, über diverse Aspekte der Parallelprogrammierung mithilfe des .NET-Framework in der Version 4.0 sprach. Und das ist dabei herausgekommen.
Wie unterstützt das .NET Framework 4.0 die parallele Programmierung?
Hierfür gibt es diverse Komponenten. Es wird sowohl für den Bereich “Managed Applications” – also C# und Konsorten – als auch für native Programmiersprachen (Fortran, C++ etc.) Bibliotheken und ähnliche Dinge geben. Für beide Programmiermodelle wurde die Concurrency Runtime entsprechend aufgebohrt.
Für die .NET-Entwickler gibt es dann zwei neue Modelle, und zwar die Task Parallel Library (TPL) und PLING. Mit der TPL lassen sich Aufgaben abstrahieren, was unter der Oberfläche und mithilfe der Concurrency Runtime zu Threads führt, um deren Verteilung auf die einzelnen Prozessorkerne sich der Entwickler nicht mehr kümmern muss. PLINQ stellt eine parallelisierte Erweiterung von LINQ dar. Und LINQ wiederum ist “eine Komponente von Microsofts .NET-Framework, mit der SQL-, XLink- und XQuery-Anfragen direkt in .NET-Programmiersprachen wie C# 3.0 oder VB.Net 9.0 als Code statt als String eingebunden werden können” (Quelle: Wikipedia).
Aber auch bei den nativen Sprachen gibt es neue Ansätze bezüglich der Concurrency Runtime: Dies ist zum einen die Parallel Pattern Library, die sich mit den Intel Threading Building Blocks vergleichen lässt. Zum anderen bietet Visual Studio 2010 eine Agent Library für C++ und Co, die bestimmte Aufgaben verwalten und ausführen kann.
Was sagen Sie Entwicklern, wenn Sie mit ihnen über die parallele Programmierung reden?
Das hängt davon ab, mit wem ich spreche. Entwickler, die sich zum Beispiel schon länger mit serviceorientierten Anwendungen beschäftigen, in denen separate Aufgaben durch Dienste erledigt werden, verstehen das Konzept der parallelen Programmierung oft schneller als Programmierer, die nur die rein serielle Entwicklung kennen. Wichtig dabei ist die Erkenntnis, dass es in den meisten Anwendungen Programmteile gibt, die man loslösen kann von der restlichen Programmlogik. Ein Beispiel hierfür ist die parallele Speicherung von Daten.
Intel Parallel Studio ab sofort als Beta erhältlich
Seit Ende November gibt es eine Light-Variante des Intel Parallel Studio, nämlich den Parallel Composer als Beta, die man sich als interessierter Entwickler auf seinen Rechner ziehen kann, um damit schon mal ein wenig Paralleles Programmieren zu üben.
Tja, und ab sofort steht das komplette Paket Parallel Studio zum Beta-Testen bereit. Das Tool besteht aus den drei Programmteilen Composer, Inspector und Amplifier. Was der Composer kann, muss ich nicht noch mal erklären. Der Inspector untersucht ähnlich wie der Thread Checker parallelisierten Code auf mögliche Fehler hin. Das sind vor allem schlimme Dinge wie Deadlocks und Race Conditions, die sich meist erst zur Laufzeit erkennen geben und mit herkömmlichen Testmethoden oder Debuggern kaum aufspürbar sind.
Der Amplifier schließlich ist für das Finetuning der parallelisierten Anwendung zuständig. So findet er beispielsweise selbstständig seriellen Quellcode, der noch parallelisiert werden könnte. Aber auch Engstellen im Programmablauf, die sich durch die Parallelisierung ergeben haben, stöbert der Amplifier auf.
Um am Betaprogramm von Parallel Studio teilnehmen zu können, sollte man Microsoft Visual Studio 2005 oder 2008 einsetzen (außer Express), in C oder C++ programmieren, und das unter Windows XP, Vista, Windows Server 2003 oder 2008. Mac- und Linux-Anwender bleiben leider (erst mal) außen vor.
Und hier geht es zur Teilnahme am Betaprogramm (für die Anmeldung ist lediglich eine gültige E-Mail-Adresse erforderlich). Viel Spaß beim Testen!
BASTA! Spring 2009: C#4.0, Visual Studio 2010 und mehr
Software & Support Media gibt einen Tag vor Heilig Abend feierlich bekannt: Die BASTA! Spring 2009 findet im kommenden Frühjahr vom 23. bis 27. Februar in Darmstadt statt. Schwerpunkte der Entwicklerkonferenz werden unter anderem sein: Windows Azure, Windows 7, Oslo, C# 4.0, Visual Studio 2010 und dynamische Sprachen.
Natürlich wird es wieder ganz viele Tipps & Tricks rund um das Thema .NET geben. Darüber hinaus geht es auf der BASTA! um das Thema parallele Programmierung. Dafür werden schon alleine die VS 2010-Sessions sorgen.
Für den Blick hinter die Kulissen hat Software & Support Media wieder ganz viele Experten eingeladen, die mithilfe anschaulicher Beispiele und “Best Practices” .NET näher bringen wollen. Zu diesen Fachleuten gehören beispielsweise Christian Binder (Microsoft), André Krämer (CSC), Neno Loje (AIT), Peter Nowak (T-Systems) und Dr. Holger Schwichtenberg (IT-Visions).
Neben den geplanten Vorträgen wird es parallel zur BASTA! vier Themenspecials geben, die sich mit C#, SharePoint, Architekturen und Visual Basic beschäftigen werden. Daneben besteht die Möglichkeit, anhand der angebotenen Sessions und Workshops sein ganz individuelles Konferenzprogramm zusammenzustellen.
Die Tech-Sessions sind in unterschiedliche Technologie-Tracks gegliedert und dauern jeweils 75 Minuten. Außerdem können in ganztägigen “Power-Workshops” spezielle Themen sehr detailliert besprochen und vertieft werden. Sämtliche Konferenzinhalte können bereits heute online abgerufen werden.
Preistipp: Wenn Sie sich bis zum 22. Januar 2009 für die BASTA! Spring 2009 anmelden, können Sie als “Early Bird” richtig Geld sparen. Also, worauf warten Sie noch?!
Jetzt Beta-Tester des Intel Parallel Composer werden
Ende Oktober hatte ich schon mal über das Intel Parallel Studio berichtet. Hierbei handelt es sich um eine komplette Entwicklungsumgebung für C++-Projekte, die mithilfe von Microsoft Visual Studio realisiert werden. Parallel Studio erlaubt es, vorhandenen oder neuen Code so zu tunen, dass er maximale Parallelität aufweist und somit optimal auf Multiprozessor-Systemen wie dem Intel Core i7 skaliert.
Einer der vier Teilprogramme von Parallel Studio nennt sich Parallel Composer, der es Software-Entwicklern dank vorgefertigter Bibliotheken, Funktionen und Programmschnipseln relativ einfach machen soll, ihrem Quellcode paralleles Leben einzuhauchen. Und mit dem gestrigen Tag wurde das Beta-Programm für den Parallel Composer gestartet. Wer also unter C++ programmiert, hierfür Windows Visual Studio 2005 oder 2008 einsetzt und seine Anwendungen für Intel-Multicore-CPUs optimieren will, sollte sich eine Beta-Version des Parallel Composers besorgen.
Neben dem Beta-Programm für den Parallel Composer stellt Intel eine Menge Hilfe, Tipps und Tricks rund um das parallele Programmieren mit dem neuen Tool zur Verfügung. Ob das Hilfestellungen bei Installationsproblemen sind oder nützliche Tipps, wie sich der Intel C++-Compiler innerhalb des Microsoft Visual Studio Team Foundation Server einsetzen lässt – hier findet man eine Menge Antworten auf seine Fragen rund um den Intel Parallel Composer.
Hinweis: Ich muss noch eines klar stellen: Die Beta-Phase des Intel Parallel Studio hat entgegen früherer Ankündigungen noch nicht begonnen, was aber nur einen kurzen Aufschub bedeutet. Daher wird das Ganze mit einem Teilprogramm, dem Parallel Composer, gestartet.
Videotipp: Wer mehr in Bild und Ton zum Intel Parallel Studio im Speziellen und zum parallelen Programmieren unter Windows im Allgemeinen lernen will, sollte sich mal die Videochats mit Ralph de Wargny von Intel und Steve Teixeira, Parallel-Guru von Microsoft, ansehen.

