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Trend Report 2011: Klaus Rodewig gibt Antworten zu Tools, Programmiersprachen und mehr
Und wieder haben wir ein Interview im Rahmen unseres Trend Reports 2011 geführt, dieses Mal mit Klaus Rodewig, der von einem Computer wie dem der Enterprise NCC-1701D träumt, mit dem sich vortrefflich interagieren ließe. Doch er hat auch ganz konkrete Vorstellungen zum Thema Software und der Entwicklung derselben.

Klaus Rodewig
Software Dev Blog: Herr Rodewig, mit welchem Satz reagieren auf das Vorurteil „Programmieren ist der langweilige Zeitvertreib von Nerds, die keine Freunde haben“?
Klaus Rodewig: Das kommt auf die Programmiersprache an. Nicht jeder programmiert in Java.
SDB: Von welchem Programmiertipp oder welchem Leitsatz haben Sie persönlich am meisten profitiert?
Rodewig: Der stammt von Ablesen/Sussmann und lautet wie folgt: ”Eine Computersprache ist nicht einfach ein Weg, einen Computer zur Ausführung von Operationen zu bewegen, sondern vielmehr ein neuartiges Medium, um Vorstellungen über Verfahrensweisen auszudrücken. So müssen Programme geschrieben werden, damit Menschen sie lesen und modifizieren, und nur in zweiter Linie, damit Maschinen sie ausführen können.”
SDB: Mit welchen aktuellen Desktop-Programmiersprachen und/oder -Tools sollten sich Software-Entwickler in diesem Jahr unbedingt beschäftigen?
Rodewig: Die letzten Monate zeigen es deutlich: mal einen Schritt zurücktreten und sich mit sicherer Software-Entwicklung beschäftigen. Dazu gehören folgenden Aspekte:
1. Sicheres Design- & Threat-Modeling
2. Sichere Implementierung
3. Methodisches Testen auf Sicherheitslücken
4. Regeln für den Umgang mit Sicherheitslücken festlegen.
Wer es gerne groß mag, befasst sich mit dem Thema SDL (Secure Development Lifecycle), aber ein kleiner Schritt genügt für den Anfang auch schon. Je mehr Software unser Leben durchdringt, desto wichtiger wird die Sicherheit – ein bisher leider weitestgehend unbeachtetes Thema. Aber ich wage die Prognose, dass das “Feature” Sicherheit in Zukunft ein gutes Verkaufsargument sein wird.
SDB: Für das Desktop-Betriebssystem der Zukunft haben Sie drei Wünsche frei. Welche sind das?
Rodewig: Echte Spracherkennung, künstliche Intelligenz und frei von Herstellerinteressen. Der Bordcomputer der Enterprise NCC-1701D ist ein guter Benchmark.
SDB: Welchen Tipp haben Sie für Programmierer, die möglichst schnell ihre Apps erfolgreich im Markt platzieren möchten?
Rodewig: Jungs und Mädels, investiert ein paar Euro in einen guten Designer für eure Apps. Vergleicht die Börsenkurse von Apple mit denen von Microsoft, dann wisst ihr, was ich meine.
SDB: Hier können Sie eine Webseite oder ein Online-Magazin empfehlen, die oder das jeder Entwickler kennen sollte?
Rodewig: Google.
SDB: Was gefällt Ihnen am Software Dev Blog? Was könnten wir besser machen?
Rodewig: Da ich das Blog bisher nicht kannte, solltet ihr versuchen, präsenter werden.

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