TU München verstärkt ihr Multicore-Engagement

veröffentlicht von am 10. Dezember 2008

Erst am Freitag habe ich mich mit der Frage beschäftigt, warum in diesem Land zu wenig Geld und zu wenig Ressourcen in Sachen Multicore-Ausbildung gesteckt werden. Allerdings setzen einige Universitäten und Fachhochschulen bereits auf die Mehrkerntechnik und haben ihre Lehrpläne dahingehend optimiert.

So wie die TU München, die schon seit längeren mit Intel in Sachen Multicore-Programmierung zusammenarbeitet. Hierzu habe ich auf Blip.tv ein sehenswertes Video mit Professor Doktor Arndt Bode gefunden, dem Vizepräsidenten der Technischen Uni zu München.

In diesem sechsminütigen Videochat erfährt man diverse aufschlussreiche Dinge:

  • Nicht nur Informatikstudenten sollten sich mit dem Thema Multiprozessor-Architektur beschäftigen, sondern auch die anderen Fakultäten. Und klar, programmieren für mehrere CPU-Kerne sollten sie auch können.
  • Steigerungsraten in Sachen Rechenleistung lassen sich nur noch mithilfe mehrerer Prozessorkerne erzielen und der damit einhergehenden Threads, die parallel verarbeitet werden können. Denn die Zeiten der Gigahertz-Mania sind endgültig vorbei (sic!).

  • Sämtliche Kurse zum Thema Paralleles Programmieren werden sukzessive ausgebaut, und zwar nicht nur für angehende Informatiker, sondern auch für Chemiker, Physiker, Elektrotechniker und einige andere. Denn gerade in diesen Bereichen profitieren Anwendungen in hohem Maße von der Multicore-Programmierung, wie das anhand des Beispiels Hochleistungsbibliotheken deutlich wird.
  • Die Grundlagen der parallelen Programmierung werden mittlerweile schon während des Grundstudiums gelehrt und die dazu passenden Praxisübungen gibt es gleich dazu. Nur so lernen die Studenten den richtigen Umgang mit den vorhandenen Tools, die das Entwickeln von Software für Mehrkern-Systeme erleichtern sollen.
  • Es geht aber auch darum, sich mit künftigen Technologien, Plattformen und Architekturen zu beschäftigen. Dazu zählt beispielsweise die Frage, wie sich in Zukunft Prozessoren entwickeln werden, aber auch die künftigen Cache-Techniken sind bei der Wahl der richtigen Programmiermethode von entscheidender Bedeutung. Daher ist es äußerst wichtig, dass sich Prozessorhersteller wie Intel permanent mit der akademischen Elite austauschen, um so gemeinsam neue Ideen und Ansätze im Bereich Prozessorarchitekturen zu entwickeln.

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