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Wer braucht alles den Intel App Store?
Ich habe hier schon eine ganze Menge über das neue Intel Atom Developer Program (ADP) erzählt: Ob direkt von dem IDF 2009 oder von den Eindrücken anderer oder aber über interessante Details – die Informationsvielfalt erfordert (noch) den ein oder anderen weiteren Beitrag. In unmittelbarem Verhältnis zum ADP steht der Intel App Store, der es ins Web und auf die Netbooks dieser Welt schaffen soll. Wer aber braucht diesen Online-Shop? Hier mal ein Liste derer, die davon profitieren (werden). Falls euch noch mehr dazu einfällt: Nur her damit!
Software-Entwickler Zuvorderst richten sich das Atom Developer Program und der Intel App Store an kleinere und mittlere Software-Firmen, die Hilfe bei der der Vermarktung ihrer Anwendungen für Netbooks und Konsorten gut gebrauchen können. Dass dies funktioniert, zeigt ja Apple sehr eindrucksvoll. Neben einem funktionierenden Freigabeprozess neuer Software – der möglichst standardisierte Anwendungen garantieren soll – bietet eine gemeinsame Verkaufsplattform weitere Vorteile wie einheitliche Marketingaktionen, Benutzerbewertungen und vieles mehr.
Hardware-Hersteller (OEMs) Acer, Asus und Dell scheinen es verstanden zu haben: Netbooks kennen per se keine speziellen Anwendungen, die den tragbaren Mini-Laptops einen echten Mehrwert verleihen (wie das beispielsweise beim iPhone der Fall ist). Daher beteiligen sich die drei Netbook-Hersteller von Anfang an am Atom Developer Program und Intel App Store (und andere werden wohl folgen). Damit können kaufwillige Anwender mit dem Erscheinen des Intel-Online-Shops direkt vom Netbook nach Herzenslust shoppen, um ihrem Mobil-Spielzeug sinnvolle und hilfreiche Anwendungen zu spendieren. Also ganz im Geiste des iTunes App Store. Das bedeutet für die OEMs natürlich ein neue Ebene in Sachen Kundenbindung.
Endanwender Moblin macht es bereits vor, wenn auch in eher bescheidenem Umfang (was sich aber ändern wird): Spezielle, dem Formfaktor und den technischen Gegebenheiten angepasste Applikationen verbessern die Handhabung von Netbook und Konsorten, sorgen für neue Anwendungsszenarien und ermöglichen somit ganz neue Nutzergewohnheiten. So lässt sich beispielsweise die digitale Kommunikation mit einem Netbook via Twitter, Facebook und Co. geradezu revolutionieren, da die Hilfsmittel jederzeit zur Verfügung stehen, die Mini-Laptops “always on” sind und die Programme für diese neuen Kommunikationsformen den Netbooks auf den Leib geschneidert sind. Gute Voraussetzungen also, dem Werkzeug Netbook eine ganz neue Daseinsberechtigung zu verschaffen. Und ich rede hier nur vom Anfang. In ein paar Wochen oder Monaten wird es wohl Anwendungen geben, von denen wir noch gar nicht wissen, dass sie möglich sind – und wie sie unser digitales Nomadenleben bereichern und erleichtern können.
Branche Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass ein Tool wie der Intel App Store einer ganzen Branche neues Leben einhauchen kann. Ok, das mag ein wenig pathetisch klingen, Fakt aber ist, dass zwar viele Millionen Netbooks verkauft werden, der eigentliche Nutzen und die Anwendungsfälle aber nach wie vor zu kurz kommen. Was bis dato am Fehlen einheitlicher Regeln, einer nicht vorhandenen Verkaufsplattform und somit am Vertrauen der Verbraucher liegt. Mit dem Intel App Store könnte sich das alles ändern: Entwickler bekommen standardisierte Richtlinien an die Hand, wie und wo ihre Apps verkauft werden können. Netbook- und andere Hersteller bieten ihren Kunden einen echten Mehrwert für ihre gekaufte Hardware. Und die Endanwender bekommen (hoffentlich) endlich die Werkzeuge, mit denen sie mehr aus ihrem Netbook herausholen können. Und davon profitiert doch eine ganze Branche. Oder?!

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