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Wie sich 3D-Spiele optimieren lassen
Ja doch, die Fußball-WM 2010 ist Geschichte, hat einen neuen Weltmeister gekürt und England war mal wieder verdammt früh Zuhause. Das hat aber den Kollegen Leigh Davies von Intel UK nicht davon abgehalten, seine Techsession anlässlich der Develop 2010 mit einem Fußballspiel-Beispiel zu eröffnen.
Er hatte nämlich seinerzeit mit einem echten Problem zu kämpfen: Warum ist dieses Soccer-Game, das er gerade entwickelte, nur so langsam? Also haben er und seine Kollegen nach und nach alles ausgeblendet, was auszublenden war: Stadium, Spieler, etc. Bis einer von den Programmierern auf die Idee kam, sich den Ball mal genauer anzusehen, und siehe da: Das runde Leder (das ja eigentlich gar nicht rund ist) bestand aus 5.000 Polygonen! Und das in einer Zeit, als sich 3D-Objekte eher aus 300 Polygonen zusammensetzten. Tja, damit war der Schuldige also gefunden (wie so oft der Ball).
Und, was lehrt uns das? Dass es beim Optimieren von 3D-Spielen oft mit dem Teufel zugeht und man auf den ersten und zweiten Blick gar nicht erkennt, warum bestimmte Spielsequenzen ruckeln oder auf einem Netbook beispielsweise gar nicht laufen. Wie gut, dass es mittlerweile für solche Herausforderungen Tools gibt wie die Intel-Suite Graphics Performance Analyzers.
Das Gute an Intel GPA ist ihre Flexibilität: Egal, ob man sein 3D-Spiel auf einem Core-i3- oder i5-System mit integrierter Grafik testen will oder gar auf einer diskreten Grafikkarte – das Toolset unterstützt beide Spielarten. Intel GPA besteht übrigens aus drei Teilen: System Analyzer, Frame Analyzer und Platform View. Mit dem System Analyzer lassen sich grundlegende Dinge wie die Framerate, Prozessorauslastung, Vertex-Lock-Zeiten und einiges mehr herausfinden.
Mit dem Frame Analyzer begibt man sich dann auf die eingegrenzte Fehlersuche, indem man beispielsweise eine spezielle Szene herausgreift und diese genau analysieren lässt und somit den Fehler (hoffentlich) findet. Und mithilfe von Platform View lernt man alles über die im Hintergrund laufenden Threads, die sich zur Laufzeit ergeben. Dies schärft das Verständnis für das Spiel “unter der Haube” und erlaubt eine genaue Analyse, wo es klemmen könnte. Hierfür muss man allerdings ein paar Zeilen Quellcode einfügen, im Gegensatz zum System und Frame Analyzer.
So, und wer jetzt mehr wissen will über Intel GPA, dem sei dieser englischsprachige Artikel empfohlen oder dieses Video von der GDC09. Oder ihr wartet auf unsere Berichterstattung live von der GDC 2010, die vom 16. bis 18. August in Köln stattfinden wird. Dort wird Intel GPA ebenfalls vertreten sein.


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